"Wir haben uns hinreißen lassen"

Großrosseln. "Ich hätte gerne weitergespielt." Wenn es nach Michael Latz ginge, bräuchte es keine Winterpause. Warum auch, läuft es für den Trainer des SC Großrosseln und seine Mannschaft in der Fußball-Verbandsliga doch überaus gut. Platz sieben mit nur fünf Punkten Rückstand auf einen der Aufstiegsplätze - bei einem Spiel weniger

Großrosseln. "Ich hätte gerne weitergespielt." Wenn es nach Michael Latz ginge, bräuchte es keine Winterpause. Warum auch, läuft es für den Trainer des SC Großrosseln und seine Mannschaft in der Fußball-Verbandsliga doch überaus gut. Platz sieben mit nur fünf Punkten Rückstand auf einen der Aufstiegsplätze - bei einem Spiel weniger. So fällt das bisherige Fazit von Latz selbstverständlich positiv aus: "Wir können sehr zufrieden sein." Was nicht bedeutet, dass Latz kein Verbesserungspotenzial sieht: "Zuhause hatten wir eine kleine Durststrecke." Ganze 17 seiner 29 Punkte holte Großrosseln in der Fremde. Latz sieht dafür vor allem die Umgewöhnung seiner Mannschaft auf die Verbandsliga verantwortlich: "Wir sind da schon ein bisschen unbedarft rangegangen. Gerade in den Heimspielen haben sich einige vom Offensiv-Geist hinreißen lassen." Was die Gegner nur zu gerne nutzten und Großrosseln mitunter hart bestraften.Dennoch darf jetzt mit einem Auge nach oben geschielt werden, ohne übermütig zu werden. "Wir haben aus unseren Fehlern gelernt und sind jetzt stabiler. Da ist im Umfeld natürlich schon zu merken, dass wir gut dastehen. Aber Saarlandliga können wir uns doch gar nicht leisten", sagt Latz. Erst soll sich die Mannschaft endgültig in der Liga etablieren - sofern sie das noch nicht getan hat. Denn die meisten haben den Sprung ohne weiteres geschafft. Tim Latz ist in der Verbandsliga ebenso Leistungsträger, wie er es in der Landesliga war. Dass aber Michael Eiloff auch nach dem Aufstieg munter weiter trifft, war so nicht zu erwarten, findet auch Michael Latz: "Er hat sich schnell umgestellt. Die Gegner waren gewarnt, aber er trifft trotzdem. Auch mit der Härte kommt er gut klar." Mit Sebastian Schad aus Freisen führt er die Torschützenliste mit 14 Treffern an. Dazu kommen junge Spieler wie Yannik Strutt oder Dominic Hector, die teilweise noch Jugend spielen könnten, aber in relativ kurzer Zeit zu festen Größen gereift sind.

Und so soll auch in der Winterpause nicht viel an der Mannschaft geschraubt werden. Ein Perspektiv-Spieler könnte noch dazu kommen, mehr soll sich nicht tun. "Der Kader ist auch in der Breite gut genug besetzt, schließlich hatten wir auch einige Verletzungen zu verkraften", sagt Latz. Entscheidend wird vor allem sein, ob die gute Serie der vergangenen Spiele auch 2011 fortgesetzt wird. Oder ob Latz recht hatte und die Winterpause nur ein Störfaktor im Aufwärtstrend des Aufsteigers war.