Für den Ausbau von echten Ganztagsschulen

Für den Ausbau von echten Ganztagsschulen

St. Ingbert. Die SPD ist in St. Ingbert zusammengekommen, um über die Zukunft der saarländischen Bildungspolitik zu sprechen. Mit ihrer Dialogveranstaltung "Macht Bildung" will die SPD-Landtagsfraktionin in allen Landkreisen des Saarlandes über wichtige bildungspolitische Themen diskutieren. In St. Ingbert stand das aktuelle Thema Gemeinschaftsschule auf der Tagesordnung

St. Ingbert. Die SPD ist in St. Ingbert zusammengekommen, um über die Zukunft der saarländischen Bildungspolitik zu sprechen. Mit ihrer Dialogveranstaltung "Macht Bildung" will die SPD-Landtagsfraktionin in allen Landkreisen des Saarlandes über wichtige bildungspolitische Themen diskutieren. In St. Ingbert stand das aktuelle Thema Gemeinschaftsschule auf der Tagesordnung. Sven Meier, stellvertretender SPD-Fraktionsvorsitzender in St. Ingbert, sagte, der Ausbau echter Ganztagsschulen müsse in St. Ingbert vorangetrieben werden. "Nur so haben junge Familien die Chance, Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen." Erst wenn in St. Ingbert ein attraktives Bildungs- und Betreuungsnetzwerk geschaffen werde, "entscheiden sich auch wieder mehr junge Familien für ein Leben in unserer Stadt", so Meier. Ulrich Commerçon, stellvertretender SPD-Fraktionsvorsitzender im Landtag, sprach sich für die Einführung eines Zwei-Wege-Modells mit Gemeinschaftsschule und Gymnasium im Saarland aus. Über das Thema Gemeinschaftsschule müsse vorurteilsfrei diskutiert werden. Es gebe keine Gleichmacherei, sondern vielmehr stünde die individuelle Förderung im Mittelpunkt. Die geplante Gemeinschaftsschule setzt sich aus der Erweiterten Realschule und der Gesamtschule zusammen und bietet alle schulischen Bildungsabschlüsse an. Das Gymnasium soll erhalten bleiben. Das fünfte Grundschuljahr, wie von der Landesregierung vorgesehen, sei jedoch keine Lösung. "Der Nutzen ist überhaupt nicht zu erkennen und die Kosten im Verhältnis dazu zu hoch", sagte Commerçon. Dass durch ganztägigen Unterricht eine bessere Förderung und umfassendere Bildung erreicht werde, erläuterte der Kreisvorsitzende der SPD-Arbeitsgemeinschaft für Bildung, Thomas Hoechst, an dem Beispiel einer Integrierten Gesamtschule in Rheinland-Pfalz. Eine echte Ganztagsschule sei ein selbstständiger Lern-, Lebens- und Arbeitsort, an dem individuelles Lernen und Fördern mit Niveau angeboten wird. Unter der Moderation der bildungspolitischen Sprecherin der SPD-Stadtratsfraktion, Herdis Behmann, folgte eine lebhafte Diskussion über neue Anforderungen an Lehrpersonal und Schulorganisation, die mit dem Ausbau von ganztägigen Bildungsangeboten und dem Aufbau der Gemeinschaftsschule verbunden sind. Wegen der guten Resonanz wird die Dialogreihe "Macht Bildung" fortgesetzt. red