Rückblick auf hundert Jahre

Hassel. "Schön war die Zeit", der Eröffnungstitel des Unterhaltungsduos "Mark & Mark", passte irgendwie zum Sinn der Veranstaltung: Zum 100-jährigen Jubiläum des Obst- und Gartenbauvereines (OGV) Hassel hieß es am vergangenen Samstagnachmittag in der Schulturnhalle Rückblick halten auf die Geschichte eines der ältesten Vereine des St. Ingberter Stadtteils

Hassel. "Schön war die Zeit", der Eröffnungstitel des Unterhaltungsduos "Mark & Mark", passte irgendwie zum Sinn der Veranstaltung: Zum 100-jährigen Jubiläum des Obst- und Gartenbauvereines (OGV) Hassel hieß es am vergangenen Samstagnachmittag in der Schulturnhalle Rückblick halten auf die Geschichte eines der ältesten Vereine des St. Ingberter Stadtteils. Der Anbau von Obst, Gemüse und Pflanzen habe eine ganz besondere Bedeutung, meinte in seinem Grußwort der Kreisvorsitzende Siggi Schmidt. Nicht umsonst hatte man von Seiten des Vereines die Jubiläumsfeier bewusst auf das Erntedankwochenende gelegt. Der seit rund eineinhalb Jahren amtierende Vorsitzende Siegbert Unbehend erhielt aus der Hand von Schirmherr Oberbürgermeister Georg Jung für seinen Verein die Jubiläumsurkunde. Auch die Vertreterin des Umweltministeriums, Silke Kruchten, tat es ihm gleich und überreichte dem Hasseler OGV nicht nur die Anerkennung des Ministeriums, sondern bescheinigte dem Verein großen ökologischen Sachverstand. Zur Geduld riet hingegen Landrat Clemens Lindemann: "Wenn wir an einem Grashalm ziehen, wächst dieser nicht schneller", meinte der Landesvorsitzende der Obst- und Gartenbauvereine. Leute, die sich beim OGV engagierten, hätten Geduld und lebten deshalb länger. Nicht umsonst stünden Menschenwürde und Familiensinn im Vordergrund. Die Idee der Vereinsgründung geht bereits auf den Anfang des letzten Jahrhunderts zurück. 1910 wurde bei der Gründung Johann Dressler zum 1. Vorsitzenden des OGV. Damals stand die Selbstversorgung im Vordergrund. In den 30er Jahren beherrschten Obstausstellungen und Veredelungskurse das Vereinsleben. Zur Blüte gelangte der Verein in der 25-jährigen Vorstandschaft von Johann Unbehend und der sich gleichlangen Amtszeit von Rudolf Neu. Heute zählt der Verein 165 Mitglieder. Momentan wird gerade das Vereinshaus in die St. Ingberter Straße verlegt. Neben zahlreichen Vereinsvertretern würdigten auch Pfarrer Alexander Beck von der Protestantischen Kirchengemeinde, genau wie sein Kollege Diakon Michael Müller, mit ihrem Segen das denkbare Ereignis. Landesvorsitzender Clemens Lindemann, Kreisvorsitzender Siggi Schmidt und der erste Vorsitzende Siegbert Unbehend nahmen im Rahmen der Feier umfangreiche Ehrungen vor. Der Kuckucks-Chor Hassel unter der Leitung von Hansi Spengler sorgte ebenso wie die Volkstanzgruppe Lautzkirchen für die würdige Umrahmung. "Wenn wir an einem Grashalm ziehen, wächst dieser nicht schneller"Landrat Clemens Lindemann

AUF EINEN BLICKEhrungen: Willi Luck, Kurt Marker, Rudi Presser, Emma Grund und Hanna Schäfer (alle für 50 Jahre); Klaus Martin (40 Jahre); Rudolf Tillmanns, Heinz Sommer, Lydia Lehmann, Hans Lehmann, Berthold Lehmann, Rudi Hubertus, Siegbert Grund, Gaby-Stefanie Grund, Karlheinz Fuhs, Horst Dörrschuck, Heinz Burkei, Rolf Bopp, Otto Bieg, Hans Adam und Robert Federer (alle 25 Jahre); Rudi Neu (Silberne Rose für 25 Jahre Vorsitz). jma