Weitere Gespräche wegen S-Bahn

Homburg. Die Reaktivierung der Bahnlinie zwischen Zweibrücken und Homburg führte bei der Homburger Stadtratssitzung am Mittwochabend (wir berichteten) zum größten Gesprächsbedarf. Es geht hierbei um die Verlängerung der auf rheinland-pfälzischer Seite bestehenden S-Bahn-Strecke. Auslöser für die Aussprache war eine Resolution der Stadtratsfraktion der Linken

Homburg. Die Reaktivierung der Bahnlinie zwischen Zweibrücken und Homburg führte bei der Homburger Stadtratssitzung am Mittwochabend (wir berichteten) zum größten Gesprächsbedarf. Es geht hierbei um die Verlängerung der auf rheinland-pfälzischer Seite bestehenden S-Bahn-Strecke. Auslöser für die Aussprache war eine Resolution der Stadtratsfraktion der Linken. In einem zweiseitigen Papier begründete die Partei die neue Initiative, die sich zeitlich angeglichen mit einer Resolution aus dem Zweibrücker Stadtrat entwickelt hat, mit Grundsätzlichem."Das Grundgesetz gibt den Auftrag zur Schaffung annähernd gleicher Lebensverhältnisse in allen Landesteilen." Schon allein deswegen, so die Linken, sei eine grenzüberschreitende verkehrspolitische Achse erforderlich. Fraktionssprecherin Barbara Spaniol: "Die Chancen waren noch nie so gut wie jetzt." Spaniol begründete diese Einschätzung auch mit neuen Rahmenbedingungen für die länderübergreifende Finanzierung des Vorhabens, die nun Homburg in eine bessere Position brächten. Mit ihrem Vorstoß zielte die Partei aber augenscheinlich an den angedachten Vorgehensweisen der anderen Fraktionen vorbei. Hatte schon Oberbürgermeister Karlheinz Schöner einige Aspekte angemahnt, so die Einbindung der Umgehung B 423, die Garantie für den Beibehalt der bestehenden Busverbindung und die Aufwertung Homburgs als ICE-Haltepunkt, sprach der Fraktionssprecher der CDU, Christian Gläser, mit Blick auf die vorgelegte Resolution von "Prosa" und einer in der Summe "mutlosen" Initiative. Peter Müller von der FDP attestierte dem Papier der Linken immerhin eine höhere Qualität als der Resolution des Zweibrücker Stadtrats, regte aber einen gemeinsamen Resolutionsentwurf mit der Nachbarstadt an. Diesem Gedanken schloss sich auch Axel Ulmcke von der FWG an. Letztendlich entschloss sich der Rat dazu, die Resolution zur weiteren Beratung in die Ausschüsse zu verweisen.

Im nicht öffentlichen Teil der Stadtratssitzung stand eines der gegenwärtigen Brennpunktthemen im Mittelpunkt der Tagesordnung: Die Zukunft des Bauvorhabens "Vauban Carree" im Bereich Talstraße/Gerberstraße. Hier hatte Oberbürgermeister Schöner schon im Vorfeld ein erweitertes Vertragswerk mit dem Investor angekündigt, gestern präzisierte er die Ergebnisse: "Der Rat hat unter der Maßgabe besonderer, nicht verhandelbarer Bedingungen entschieden, die Frist für den Investor zu verlängern." Details nannte Schöner allerdings "mit Blick auf noch ausstehende Gespräche" nicht.

Auf einen Blick

Der Stadtrat hat auch für das Investoren-Projekt Tascher Hof grünes Licht erteilt. Hier soll eine Seniorenresidenz entstehen. Der Zustand des denkmalgeschützten Anwesens hatte immer wieder für Diskussionen gesorgt. thw