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Verkaufsoffener Sonntag in Homburg

Mantelsonntag in Homburg : Sonntäglicher Einkaufsbummel bei etwas Sonnenschein

Warum heißt der verkaufsoffene Sonntag im Oktober eigentlich „Mantelsonntag“? Früher war es vor allem die Landbevölkerung, die noch vor Allerheiligen am 1.November diesen Einkaufstag nutzte, um sich für den Feiertag einen neuen Mantel zu kaufen.

Aber natürlich nicht jedes Jahr, man war ja sparsam. Deswegen „Mantelsonntag“.

Und dieser traditionelle verkaufsoffene Sonntag sorgte am Wochenende für einigen Betrieb in Homburg. Trotz oder wegen Corona hatten in der City und im Stadtgebiet über 50 Gewerbetreibende ihre Läden geöffnet. Die Angebotspalette reichte dabei von – natürlich – winterlicher Bekleidung über Bücher und Schmuckideen im Vorfeld des Weihnachtsfestes bis zu hin zu jeder Menge Deko für Herbst und Winter. Und natürlich gab‘s auch Mäntel.

Auf ein inzwischen fast schon traditionelles Rahmenprogramm verzichtete das Homburger Stadtmarketing in diesem Corona-Herbst allerdings. Einzig ein beherzter Straßenmusikant sorgte mit Gitarre und im Alleingang in der Stadtmitte für Laune abseits der Ladentheke.

Das Fehlen von Programm machte den Sonntag damit quasi zu einem normalen Einkaufstag – aber wer möchte in diesen Tagen schon mit der Ballung von Menschen vor einer irgendwie geartetet Attraktion für einen Pandemie-Hotspot sorgen? Überhaupt: Auch wenn man nicht in jeden geöffneten Laden schauen konnte - die Besucher, die am Sonntag auf Homburgs Straßen unterwegs waren, nahmen es mit der Alltagsmaske durchaus ernst. Und auch wenn man ab und an und mit dem geforderten Mindestabstand zwischen den Mantelsonntag-Launigen Slalom laufen musste, präsentierte sich der verkaufsoffene Sonntag doch recht entspannt und gut gelaunt.

Dafür sorgte natürlich auch die Gastronomie in der Stadt, die in vielen Fällen sogar ganztags warme Gerichte anbot,  darunter Zwiebelkuchen und Federweißer. Auch die Eisdielen hatten noch offen, und als sich am späteren Nachmittag die Sonne dauerhaft einstellte, bildeten sich sogar Schlangen vor den Eisdielen. Und so machte sich so mancher mit „drei Kugeln in der Waffel“ auf, um am „Juppe-Sundach“ ein bisschen rumzuschlendern, in die Schaufenster zu schauen, das eine und das andere käuflich zu erwerben und einfach eine schöne Zeit zu haben. Das Wetter spielte mit. Es war recht frisch, aber nicht kalt, und pünktlich zum Nachmittag stellte sich die Sonne ein. Vereinzelt saß man sogar noch draußen.

Vor Beginn der neuen Arbeitswoche wollten die meisten Besucher wohl noch mal ein bisschen vor die Tür. Ob die Leute, die durch Homburg spazierten, tatsächlich viele Mäntel gekauft haben, das wissen nur die Homburger Geschäftsleute.