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Saarpfalz-Kreis überschreitet Corona-Warnmarke

7-Tage-Inzidenzwert liegt bei 38,67 : Saarpfalz-Kreis überschreitet Corona-Warnmarke

Der sogenannte 7-Tage-Inzidenzwert für den Saarpfalz-Kreis ist am frühen Sonntagnachmittag über die im Saarland geltende Corona-Warnmarke von 35 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner geklettert.

Der sogenannte 7-Tage-Inzidenzwert für den Saarpfalz-Kreis ist am frühen Sonntagnachmittag über die im Saarland geltende Corona-Warnmarke von 35 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner geklettert. Das räumte Landrat Theophil Gallo (SPD) auf telefonische Anfrage ein. Seit vergangenem Sonntag verbuchte man damit bisher 55 neue Covid-19-Neuinfektionen [auf 142 196 Einwohner, Stand: Ende 2019], der Inzidenzwert betrüge damit 38,67. Gallo sprach nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt von „mindestens acht Neuinfektionen“ seit dem gestrigen Samstag. Am Samstag indes hatte das saarländische Gesundheitsministerium fünf neue Fälle ausgewiesen – das Gesundheitsamt teilt der Presse nur von Montag bis Freitag von sich aus neue Fälle mit. Bis Freitag hatte der Wert bei 42 gelegen. Am Sonntagnachmittag oder am frühen Montagmorgen wolle man laut Gallo im Krisenstab des Kreises in Homburg die Lage sondieren und eine Allgemeinverfügung herausgeben. „Ich gehe davon aus, das wird morgen erfolgen“, so Gallo. Im Laufe des Sonntags seien Verschärfungen nicht mehr zu erwarten. Eine der aktuellen Neuinfektionen betreffe eine Mitarbeiterin der Lebenshilfe Saarpfalz in St. Ingbert. Damit einhergehend seien 34 Personen in Quarantäne geschickt worden.

Ein „Risikogebiet“ ist der Saarpfalz-Kreis indes (noch) nicht. Dafür müsste der 7-Tage-Inzidenzwert bei über 50 liegen.

Am Freitag hatte der Kreis berichtet, das Gesundheitsamt arbeite unter zunehmendem Druck, aber verlässlich und routiniert. Es gelinge derzeit, mit der Kontaktnachverfolgung Schritt zu halten. Aufgrund der steigenden Fallzahlen werde jedoch eine Unterstützung durch das geschulte Verwaltungspersonal notwendig. Zum Einsatz kämmen zunächst zehn Mitarbeiter, die in der Kontaktnachverfolgung und der Corona-Hotline mitarbeiteten. Zudem fordere man externe Hilfe durch die Bundeswehr an.