Sportschnuppern für Sextaner

Der Aktionstag des Stadtverbandes für Sport im Sportzentrum Erbach dürfte sich gelohnt haben. Mit Begeisterung haben die Kinder sich in Disziplinen geübt, mit denen sie sonst wenig Kontakt haben. Vereine sollen davon profitieren.

Bewegung, Spiel und Sport sind für die physische, kognitive und soziale Entwicklung von Kindern von grundsätzlicher Bedeutung. Aus diesem Grund sind Sportangebote nicht nur fester Bestandteil des Schulunterrichts, sondern spielen auch im außerschulischen Bereich eine immer größere Rolle.

Für die Zukunft von Sportvereinen ist es wichtig, ihre Angebote in die Schulen hinein zu tragen, um Kinder für ihren Sport zu begeistern. Gerade im Verein wird durch Bewegungs-, Spiel- und Sportangebote der Grundstein gelegt für ein langes Sportengagement der Kinder und Jugendlichen. Mit dem Projekt "Schule und Verein" versucht der Stadtverband für Sport Homburg in Zusammenarbeit mit den Schulen schon seit Jahren, Kinder für den Sport zu begeistern (wir berichteten). In diesem Jahr widmete sich das Projekt erstmals den fünften Klassen der drei Homburger Gymnasien. Annähernd 120 Schülerinnen und Schüler des Saarpfalz-Gymnasiums, des Mannlich-Gymnasiums sowie des Johanneums hatten die Möglichkeit, eine der angebotenen Sportarten näher kennen zu lernen und aktiv mitzumachen. Ziel des Projekttages sei es, "Kinder nicht nur für eine Sportart zu interessieren, sondern den Vereinen bei den immer größer werdenden Problemen im Nachwuchsbereich unter die Arme zu greifen", erklärte die Vorsitzende des Stadtverbandes für Sport, Astrid Bonaventura bei der Eröffnung. Im Rahmen des Projekttages hätten teilnehmende Vereine Gelegenheit, für ihren Sport zu werben und so Kinder den Weg in den Verein zu ebnen. "Sport ist gut und wichtig und vor allem im Verein", würdigte Schneidewind die vielfältigen Angeboten in den Vereinen. Sein Dank galt daher dem Engagement der teilnehmenden Vereine, aber auch dem Stadtverband für Sport, dessen zweiter Vorsitzender Benjamin Göddel das sportliche Programm sowie den Ablauf des Aktionstages vorbereitet hatte. So stellten sich am letzten Freitagnachmittag 13 Homburger Sportvereine in und um das Sportzentrum Erbach mit ihrem Sportangebot vor. Die Kindern hatten die Möglichkeit, an verschiedenen Stationen unterschiedliche Sportarten kennen zu lernen und auszuprobieren. Das sportliche Angebot reichte von Fußball, Tischtennis, Handball, Kegeln über Aikido, Karate, Golf, Jugger und Leichtathletik bis hin zum Schießen, Gardetanz und Schach.

Wie erfolgreich das Zusammenwirken zwischen Verein und Schulen ist, zeigt sich am Beispiel der TTF Homburg-Erbach. "Wir haben in den letzten Monaten 14 Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren für Tischtennis begeistern, in den Verein aufnehmen und eine Schülermannschaft gründen können", betonte Sport- und Jugendwart Peter Poeggel. "Es war richtig cool", erzählte der zehnjährige Leo, als er die Matte nach dem Aikido verließ. Ganz begeistert vom Jugger zeigten sich Lisa und Max: "Wir wussten vor her überhaupt nicht, was Jugger", meinten sie.

Zum Thema:

Auf einen Blick Am Aktionstag "Schule und Verein" des Stadtverbandes für Sport Homburg im Sportzentrum Erbach beteiligten sich folgende Vereine: TTF Homburg-Erbach (Tischtennis), Golfclub Homburg (Golf), Shotokan Homburg (Karate). LC DJK Erbach (Leichtathletik), Homburger Narrenzunft (Tanzen), SG Erbach (Fußball), SSV Homburg-Erbach (Aikido), Sportkegler Erbach (Kegeln), Caissa Schwarzenbach (Schach), FFG Homburg (Fußball), Juggerclub Saarpfalz (Jugger), SSV Homburg-Erbach (Handball) und Schützengesellschaft Homburg (Schießen). re