Eigenes Jugendzentrum für die Türkisch-Islamische Gemeinde

Eigenes Jugendzentrum für die Türkisch-Islamische Gemeinde

Sportgeräte, Billard-Tische, ein zukünftiger Kinoraum, eine kleine Küche: All das haben die Jugendlichen der Türkisch-Islamischen Gemeinde selbst eingerichtet und sich so ein eigenes Jugendzentrum geschaffen.

Es gibt etwas Neues in der Homburger Jugendszene: Am Samstag öffnete das Jugendzentrum der Türkisch-Islamischen Gemeinde zu Homburg in der Gerberstraße 33 offiziell seine Pforten. Angesiedelt oberhalb der dort beheimateten, staatlichen Moschee haben Jugendliche der Gemeinde dort nun ein eigenes Zuhause - eines, das sich sehen lassen kann. Sportgeräte , Billard-Tische, ein zukünftiger Kinoraum, eine kleine Küche: All das haben die Jugendlichen selbst eingerichtet und so einen modernen Raum geschaffen.

Hinter diesem Engagement steht der Jugendausschuss der Gemeinde mit seinem 1. Vorsitzenden Erkan Beyhan an der Spitze. Er sagte: "Die Idee zu diesem Jugendzentrum kam uns im Februar während der Vorbereitungen zu einem Theaterstück. Dieses Stück haben wir in den Räumen geprobt, die heute als Jugendzentrum dienen." Zu diesem Zeitpunkt seien diese Räume eine jahrelange Baustelle gewesen. Beyhan. "Wir haben hier ein bisschen aufgeräumt. Und nach dem Theaterstück haben wir uns überlegt, dass wir diese Räumlichkeiten ja weiter nutzen könnten." Vom Vorstand der Gemeinde gab es grünes Licht. "Wir haben dann den Beschluss gefasst, hier ein solches Jugendzentrum einzurichten." Mit seinem deutlich am Sport und Fitness ausgerichteten Angebot sei das neue Juz in seiner Art einzigartig in Homburg und im Saarland. "Und, soweit ich recherchieren konnte, auch in ganz Deutschland." Denn: "Dass eine Moschee ein solches Jugendzentrum baut, ist etwas wirklich Neues ."

Dieses außergewöhnliche Engagement fand bei der Einweihung dann nicht nur vielstimmiges Lob aus der Türkisch-Islamischen Gemeinde und seitens des Dachverbandes Ditib (Türkisch Islamische Union) selbst. Auch Vertreter der Homburger Politik und der Jugendpflege des Saarpfalz-Kreises sprachen von einer "großartigen Leistung". Neben Imam Mehmet Buharan und Hamim Sahin vom Ditib-Landesverband Saarland wandte sich auch Nurettin Tan vom Integrationsbeirat der Stadt Homburg an die Gäste. Er würdigte den Einsatz der Jugendlichen ausdrücklich und stellte auch den Integrationsgedanken des Zentrums als Brücke zwischen den Kulturen und Religionen in den Mittelpunkt: "Diese Räume sollen dafür da sein, um diese Integration in Homburg zu fördern." Homburgs designierte hauptamtliche Beigeordnete Christine Becker bewertete Jugendzentren wie das der Türkisch-Islamischen Gemeinde als Orte, an denen junge Menschen wichtige Kompetenzen wie Toleranz im Zusammenleben lernen könnten.

Zum Thema:

Auf einen BlickDas neue Jugendzentrum der Türkisch-Islamischen Gemeinde zu Homburg soll mit seinem Angebot weiterer Baustein im Integrationsprozess sein. Grundsätzlich für Jugendliche der Gemeinde selbst gedacht, steht es auch als Brücke für einen Dialog mit anderen Jugendgruppen und damit für einen Austausch der Kulturen und Religionen. thw