Spenden aus dem Zwergenwald

Homburg. Seit Jahren sammelt das Zwergenteam St. Wendel-Urweiler beim Weihnachtsmarkt für Kinder in Not. In diesem Jahr kamen 6500 Euro zusammen, die der Kinderpalliativmedizin am Universitätsklinikum in Homburg gespendet wurden

Homburg. Seit Jahren sammelt das Zwergenteam St. Wendel-Urweiler beim Weihnachtsmarkt für Kinder in Not. In diesem Jahr kamen 6500 Euro zusammen, die der Kinderpalliativmedizin am Universitätsklinikum in Homburg gespendet wurden. Im Rahmen ihres Besuches überreichten Mechthild Marx, Hanna Schmitt, Beate Maldener, Renate Schmidt, Renate Maldener und Anne Stoll vom Zwergenteam den Scheck an den Leiter des Zentrums für Kinderschmerztherapie und Palliativmedizin am Universitätsklinikum des Saarlandes, Dr. Sven Gottschling. Gesammelt wurde das Geld im Zwergenwald, der seit 1998 auf dem Weihnachtsmarkt in St. Wendel aufgebaut wird und mit seinen mittlerweile 17 Häusern nicht nur bei den kleinen Besuchern beliebt ist. "Unsere Spenden gehen immer an Kinder in Not", begründete Mechthild Marx das ehrenamtliche Engagement der Gruppe. 1998 habe man den ersten Zwergenwald mit sieben Häusern eröffnet. Angesichts des großen Zuspruches sei der Zwergenwald um weitere Häuser gewachsen und ein Höhepunkt des Weihnachtsmarktes, so Marx. Vier Frauen treffen sich, modellieren Zwergenköpfe und -hände, planen die Einrichtungen der Häuser und Kleider der Zwerge, zwei Frauen nähen die Kleider. Die Männer stellen die Zwergenkörper her, möblieren und elektrifizieren die Häuser. Mitarbeiter des Bauhofes der Stadt erstellen die Zwergenhäuser, so Marx. Der Besuch des Zwergenwaldes sei kostenlos, dafür nehme ein Spendenzwerg Spenden entgegen. Bisher konnte das Zwergenteam mehr als 60 000 Euro an Institutionen für kranke Kinder spenden. Gottschling freute sich über die Spende: "Mit diesem Betrag wollen wir Mitarbeiter für die Kinderpalliativversorgung weiter qualifizieren und einen Therapiehund für schwerstkranke Kinder mit begrenzter Lebenserwartung finanzieren". Zu den lebensverkürzenden Erkrankungen gehörten neben Krebs, Herzfehler, angeborenen Fehlbildungen, neurologische Erkrankungen oder Mukoviszidose. Ziel in der Versorgung sei, so Gottschling, unter anderem eine qualifizierte und nebenwirkungsarme Schmerztherapie sowie Linderung der Atemnot. Auch Übelkeit, Verstopfung, Durchfälle, Inkontinenz, Behandlung offener Wunden und Depression gehörten zu den häufigen Problemen, welche von einem Team aus Kinderärzten, -krankenschwestern und Psychologen mit spezialisierter Ausbildung behandelt werden. Den Betroffenen und ihren Familien soll zudem ermöglicht werden, die letzte Lebensphase auch in gewohnter Umgebung zuhause verbringen zu können. Dazu gehöre auch eine 24-stündige Erreichbarkeit der Palliativmediziner für die betroffenen Familien, betonte Gottschling. "Unsere Spenden gehen immer an Kinder in Not." Mechthild Marx

Auf einen BlickIm erweiterten Einzugsgebiet des Universitätsklinikums Homburg (Saarland, Rheinland-Pfalz, Luxemburg) leben annähernd 900 palliativ zu versorgende Kinder und 7500 chronisch schmerzkranke Kinder, für die bislang keine spezialisierte zentrale Anlaufstelle in der Region existiert. Leiter des Zentrums für Kinderschmerztherapie und Palliativmedizin am Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg ist Dr. Sven Gottschling. Weitere Informationen unter Telefon (0 68 41) 1 62 83 99 oder sven.gottschling@uks.de. re