In Erinnerung an Hermann Remy

Homburg. "Das Lebenswerk des Künstlers Hermann Remy schreit nach einem Werkverzeichnis", stellt die Kuratorin Françoise Mathis-Sandmaier bei der Vorbereitung der Gedenkausstellung fest. "Ich setze mich dafür ein, dass es in absehbarer Zeit entsteht. Ein so umfangreiches und beeindruckendes Gesamtwerk hatte ich nicht erwartet

 Der Künstler Hermann Remy, (1910 - 1980).
Der Künstler Hermann Remy, (1910 - 1980).

Homburg. "Das Lebenswerk des Künstlers Hermann Remy schreit nach einem Werkverzeichnis", stellt die Kuratorin Françoise Mathis-Sandmaier bei der Vorbereitung der Gedenkausstellung fest. "Ich setze mich dafür ein, dass es in absehbarer Zeit entsteht. Ein so umfangreiches und beeindruckendes Gesamtwerk hatte ich nicht erwartet. Ich war einfach überrascht", erklärt die Kuratorin weiter. Entsprechend schwer war die Werkauswahl der etwa 30 Bilder, die sie zusammen mit der Tochter Remys, ihrem Mann und der stellvertretenden Amtschefin des neuen Amtes für Kultur und Tourismus, Kulturmanagerin Ursula Richert, vornahm. Die Stadt Homburg ehrt aus Anlass seines 100. Geburtstags den Künstler Remy mit einer Gedenkausstellung. Zu diesem Ereignis hat die Familie Remy sein Werkarchiv geöffnet, um einen repräsentativen Einblick in Leben und Werk des Künstlers zu geben. Die Eröffnung der Ausstellung am Montag, 8. März, 18 Uhr, in der Galerie im Kulturzentrum Saalbau, nimmt Bürgermeister Klaus Roth vor. Als Kuratorin würdigt Françoise Mathis-Sandmaier die künstlerische Persönlichkeit Remys, dessen Werk eng mit der Stadt Homburg verbunden ist. Die musikalische Umrahmung übernehmen Bezirkskantor Stefan Ulrich und die Geigerin Anne Christina Neuberger. Als eine herausragende Künstlerpersönlichkeit gehört Hermann Remy der Homburger Kunstszene der Nachkriegszeit an. Bereits in den frühen 50er Jahren wurden seine Werke weit über das Saarland hinaus ausgestellt. Hermann Remy wird 1910 in Xanten am Niederrhein geboren. Nach der Schulzeit absolviert er eine Malerlehre. In seiner Ausrichtung zur Kunst bestärkt ihn der Künstler und Freund Gustav Ruhnau. Durch ihn kommt Remy auch mit der Düsseldorfer Kunstszene in Berührung. Bei Kriegsausbruch wird Remy an die russische Front gerufen. Eine Kriegsverletzung führt ihn ins Lazarett nach Homburg. Hier schöpft Remy neue Kräfte und beschließt zu bleiben. Als freischaffender Künstler nimmt der Wahl-Homburger an Ausstellungen im In- und Ausland teil. Er gehört 1958 mit Leo Erb, Oskar Holweck und Boris Kleint zu den Mitbegründern der neuen gruppe saar. Hermann Remy stirbt im August 1980 in Homburg. Tochter Christel Remy und ihr Mann, die in Homburg leben und arbeiten, halten die Erinnerung an den Künstler wach. red Die Schau ist bis zum 28. März zu den üblichen Öffnungszeiten zu sehen. "Ein so beeindruckendes Gesamtwerk hatte ich nicht erwartet." Françoise Mathis-Sandmaier