Bundestagsabgeordneter zu Gast in Homburg

Bundestagsabgeordneter zu Gast in Homburg

Homburg. Einen besonderen Politikunterricht erlebten die Schülerinnen und Schüler des Politikkurses der drei Zehnerklassen sowie der EU-Klasse am Homburger Gymnasium Johanneum

Homburg. Einen besonderen Politikunterricht erlebten die Schülerinnen und Schüler des Politikkurses der drei Zehnerklassen sowie der EU-Klasse am Homburger Gymnasium Johanneum. Auf Einladung von Lehrer Willi-Günther Haßdenteufel war der Bexbacher CDU-Bundestagsabgeordnete Alexander Funk zu Gast, um von seiner politischen Arbeit in Berlin und aus seinem Wahlkreis zu berichten und Fragen der Schüler zu beantworten. In den vergangenen Monaten hätten die Schüler im Politikunterricht viel über die politischen Prozesse des Bundestages sowie über Institutionenkunde erfahren, erklärte Haßdenteufel, welcher mit Kollegin Sandra Klehenz-Bühler den Bundestagsabgeordneten aus Bexbach begrüßte. Ziel sei es, dass die Schüler die Grundzüge des politischen Systems der Bundesrepublik erfahren, aber auch den persönlichen Kontakt mit Menschen, die im Bundestag vertreten sind, herzustellen. Mit Alexander Funk, welcher den Wahlkreis 299 direkt gewonnen hatte, Landesvorsitzender der Jungen Union und Landtagsabgeordneter war, Stadtverbands- und Fraktionsvorsitzender in Bexbach sei, habe man einen Politiker zu Gast, der das Ohr an der Basis habe, so Haßdenteufel. Bevor sich Funk von den gut vorbereiteten Fragen der Politikschüler löchern ließ, stellte der 35-jährige studierte Betriebswirtschaftler Stationen seiner Vita vor. Schon mit elf Jahren wollte er in die CDU eintreten, verriet der ehemalige Messdiener. Die ersten Wochen und Monate in Berlin bezeichnete Funk als "spannend und aufregend". Der Aufbau der Büros in der Hauptstadt und im Wahlkreis sei mit viel Arbeit verbunden gewesen. Mittlerweile habe er eine kleine Wohnung mitten in Berlin und sei Mitglied im Haushaltsausschuss, erzählte er. "Wie sieht die Woche in Berlin aus? Was machen Sie im Wahlkreis?", fragten die Schüler. Funk wies darauf hin, dass es wichtig sei, eine starke Stimme des Wahlkreises in Berlin zu haben, bodenständig, verwurzelt in der Region und nah bei den Menschen zu sein. Gespräche mit den Menschen, in Schulen, Unternehmen und mit Gewerkschaften seien wichtig, um Anregungen und Kritik mitzunehmen, meinte Funk. Er berichtete über den Ablauf der Sitzungen in Bundestag und Landesgruppe und sein Verhältnis zu anderen Abgeordneten. Die Entscheidung, Soldaten nach Afghanistan zu schicken, sei für ihn die bisher "schwierigste Entscheidung" gewesen. Bundeskanzlerin Angela Merkel bezeichnete er als "kühl, reserviert, nüchtern, sachlich, zielorientiert" und verfüge über "unheimlich viel Detailkenntnisse". Jonas Uhlhorn fand den CDU-Politiker "sympathisch und rhetorisch recht gut". Wie alle Politiker sei er aber bei einigen Fragen ausgewichen und eine konkrete Antwort schuldig geblieben, fügte er hinzu. Gefallen habe ihm, so Jonas, dass Alexander Funk trotz seiner Wahl in den Bundestag "bodenständig geblieben ist". re

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