Kinowerkstatt zeigt Michael Moores Kapitalismusfilm

Kinowerkstatt zeigt Michael Moores Kapitalismusfilm

Homburg/St. Ingbert. Der neue Film von Michael Moore "Kapitalismus: eine Liebesgeschichte" läuft an diesem Wochenende noch einmal, am Samstag, 16. Januar, um 18 Uhr, am Montag, 18. Januar, um 20 Uhr in der Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49

Homburg/St. Ingbert. Der neue Film von Michael Moore "Kapitalismus: eine Liebesgeschichte" läuft an diesem Wochenende noch einmal, am Samstag, 16. Januar, um 18 Uhr, am Montag, 18. Januar, um 20 Uhr in der Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49. Mit Humor und Empörung erkundet Michael Moores "Kapitalismus: eine Liebesgeschichte" ein Tabuthema: Welchen Preis zahlt Amerika für seine Liebe zum Kapitalismus? Vor vielen Jahren schien diese Liebe so unschuldig zu sein. Heutzutage allerdings gleicht der amerikanische Traum mehr einem Albtraum, in dem Familien den Preis mit ihren Jobs, ihrem Zuhause und ihren Ersparnissen zahlen. Michael Moore (Foto: SZ/Verleih) nimmt uns mit zu den Menschen, deren Leben komplett auf den Kopf gestellt wurde, und sucht dabei nicht nur in Washington nach Erklärungen. Was er findet, sind die nur allzu bekannten Symptome einer Liebesgeschichte auf Abwegen: Lügen, Missbrauch, Betrug ... und 14 000 Arbeitsplätze, die jeden Tag gestrichen werden. Die aktuelle Situation in den Vereinigten Staaten wird mit dem alten Rom verglichen, in welchem eine kleine Elite über den Großteil des Geldes und die Macht verfügte. Mit Kriegen und stumpfer Unterhaltung werde das Volk ruhig gestellt, und die ausgebeuteten Sklaven würden das Imperium eines Tages zu Fall bringen. Anhand von Beispielen werden die Auswirkungen des Kapitalismus und der Finanzkrise auf das normale Volk gezeigt: eine Familie, die ihr Haus verloren hat, ein Pilot, der von seiner Fluggesellschaft ein Jahresgehalt von nur 16 000 US-Dollar bekommt. Neben Interviews mit Arbeitern und Vertretern der katholischen Kirche werden Moore-typische provokante Aktionen gezeigt wie beispielsweise seine Fahrt vor das Gebäude der Wall Street mit einem leeren Geldtransporter, um von den Banken die durch die Steuerzahler finanzierten Milliarden zur Bankenrettung zurückzufordern. Der Film endet mit einem Happy End, indem Barack Obama die Macht übernimmt und sich in Chicago mit Fabrikarbeitern solidarisiert. red

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