Die Liebe als großes Thema

Homburg. Alles, was man benötigt ist Liebe - All you need ist love: Unter diesem Motto präsentierte der Chor der Medizinischen Fakultät am vergangenen Donnerstagabend Lieder und Texte zum Thema Liebe

Homburg. Alles, was man benötigt ist Liebe - All you need ist love: Unter diesem Motto präsentierte der Chor der Medizinischen Fakultät am vergangenen Donnerstagabend Lieder und Texte zum Thema Liebe. "Liebe war schon immer ein Thema, das Komponisten und Texter inspiriert hat, sich mit ihm zu beschäftigen", verdeutlichte Katrin Keßler, verantwortlich für die musikalische Gesamtleitung in der Klinikkirche am Homburger Universitätsklinikum. "Ein gute Stunde werden wir die Gäste mitnehmen auf eine kleine Reise durch die verschiedenen musikalischen Epochen und Länder." Ihren Anfang nahm diese Reise in Deutschland mit dem Werk "Mit Lieb bin ich umfangen" von Johann Steuerlein. Von dort aus ging es weiter nach Frankreich, Pierre Certons "Je ne l'ose dire" erzählte den zahlreichen Gästen in der durchaus gut besuchten Klinikkirche eine Geschichte über die Liebe mit französischem Flair. Von Frankreich aus ging es dann gleichsam im Geiste über den Kanal nach England, Maria Faas, Johannes Faas, David Steinmetz und Katrin Keßler präsentierten als Quartett John Dowlands "Come again" - hier stand der Verlust einer großen Liebe im thematischen Mittelpunkt. So vielfältig der Chor der Medizinischen Fakultät die unterschiedlichen Spielarten menschlicher Beziehungen präsentierte, von glücklich bis unglücklich, von treu bis untreu, von Beginn bis Ende, so unterschiedliche Werkzeuge verwendete die Formation: mal mit dem ganzen Ensemble, mal mit einem Quartett, mal mit herausgelösten Solisten oder auch instrumental näherte sich der Chor dem umfassenden Thema. So, als Katrin Keßler Felix Mendellsohns "Lied ohne Wort" auf dem Klavier anstimmte. Und auch die Auswahl der Komponisten, von Johannes Brahms bis John Lennon und Paul McCartney, und die der Texter, von Johann Wolfgang von Goethe bis Mascha Kaleko oder auch Berthold Brecht, spannte unzählige Bögen durch die Zeit und die darin unterschiedlich verwobenen Sichtweisen auf das große Thema Liebe. Und gerade mit dieser Vielfalt in Anmutung, handwerklich unterschiedlichen Stilmitteln und der Reflexion des tragenden Konstrukts, der Liebe, wurde der Chor der Größe des Themas inhaltlich durchweg gerecht. Dass sich der Chor dabei auch populären Werken, wie "Can you feel the love tonight" aus der Feder von Elton John oder Amanda McBrooms "The Rose" widmete, zeigte die Bandbreite des Ensembles. Und natürlich durfte auch das Motto gebende "All you need is love" der Beatles als Finale des Konzertabends nicht fehlen.

Auf einen BlickDie Mitwirkenden des Konzertabends: Chor der Medizinischen Fakultät; Maria Faas (Sologesang und Text), Zsoka Schwab (Sologesang und Klavier), Joanetta Wirtz (Sologesang), Helmut Freitag (Klavier), Nastasja Hauck (Texte), Bea Zapf (Texte), Gesamtleitung Katrin Keßler. thw

Mehr von Saarbrücker Zeitung