"Gedröhne und Geschepper" stresst Anwohner der L 129

"Gedröhne und Geschepper" stresst Anwohner der L 129

Landsweiler-Reden. SZ-Leser Hans-Otto Lang bleibt am Ball. Nicht, weil bald die Fußball-Europameisterschaft beginnt. Er bleibt im übertragenen Sinne am Ball in Sachen Sanierung der Landstraße 129, an seinem Wohnhaus als Kreisstraße ausgewiesen

Notdürftig ist die Kreisstraße in Landsweiler-Reden repariert worden. Die Sanierung ist komplizierter als gedacht. Foto: Jungmann.

Landsweiler-Reden. SZ-Leser Hans-Otto Lang bleibt am Ball. Nicht, weil bald die Fußball-Europameisterschaft beginnt. Er bleibt im übertragenen Sinne am Ball in Sachen Sanierung der Landstraße 129, an seinem Wohnhaus als Kreisstraße ausgewiesen. Denn seit fast zwei Jahren erleben er und Ehefrau Ilse morgens um halb fünf schon ein "Gedröhne und Geschepper" vor der Haustür, dass es kaum auszuhalten sei. Damals bereits machte er unsere Zeitung auf den Zustand der Straße aufmerksam, seither habe es jedoch keine Verbesserung gegeben. "Seit Mitte Juni 2010 müssen wir Anwohner im Bereich der Kreisstraße und Neunkircher Straße in Landsweiler-Reden und weiterführend der L 129 bis Sinnerthal zum Kreisel B 41 mit einer unerträglichen Lärmbelästigung leben. Nicht zu vergessen die Erschütterungen, die von schweren Lkw verursacht werden und unsere Häuser erbeben lassen." Ursache für den Lärm sei die Beseitigung der Winterschäden mit dem "Road-repairpatcher" gewesen. Schlaglöcher seien notdürftig verfüllt worden, anstatt die Straße grundlegend zu sanieren. "Wir haben unser Schlafzimmer schon nach hinten verlegt, um dem Lärm zu entgehen, doch das hat kaum etwas gebracht", klagt Hans-Otto Lang. Besonders schlimm sei es, wenn schwer beladene Lkw vorbeifahren. Dann schwinge und schwebe die Straße geradezu, denn darunter seien Hohlräume. Lang hat sich mit seinem Anliegen an verschiedene Stellen gewandt, darunter das Umweltministerium und den Landesbetrieb für Straßenbau-Saarland (LfS). Dort ist das Problem der Kreisstraßen-Anlieger keineswegs in Vergessenheit geraten. Auf SZ-Anfrage erklärte LfS-Geschäftsbereichsleiter Mathias Busch den Stand der Dinge. So laufen derzeit die bautechnischen Untersuchungen. Bereits im September des vergangenen Jahres haben "umfangreiche Bohrungen zum Zwecke der Bohrkernentnahme stattgefunden", teilt Busch mit. Nachdem bereits Anfang 2011 klar geworden sei, dass die erforderlichen Sanierungen wesentlich umfangreicher ausfallen als ursprünglich angenommen, seien auch Vermessungen als Grundlage weiterer Planungsarbeiten durchgeführt worden. Auch die Abstimmungen zur Regelung von möglichen Bergsenkungsschäden seien aufgenommen. Dem LfS sei der Handlungsbedarf durchaus bewusst. "Dass sich die Umsetzung aufgrund der Rahmenbedingungen verzögert, müssen wir akzeptieren", bedauert Busch. Er versichert jedoch, dass die Maßnahme für den LfS nach wie vor hohe Priorität habe. Nach Rücksprache mit der Bauabteilung sei die Umsetzung für das Frühjahr 2013 vorgesehen.Den Tipp für diesen Artikel bekamen wir von unserem Leser-Reporter Hans-Otto Lang aus Landsweiler-Reden. Haben auch Sie Spannendes zu erzählen und sogar Fotos gemacht? Dann schicken Sie uns dies als Leser-Reporter per E-Mail an leser-reporter@sol.de oder über unser Onlineformular unter www.saarbruecker-zeitung.de/Leserreporter.