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Sturm- und Drangzeit und die Folgen

Merzig. Wie Jugendliche ihre Sexualität entdecken und mit diesem Thema umgehen, wurde in dem Stück „Aids geht's los“ gezeigt. Dabei wurden die Schüler aktiv in das Mitmach-Theaterstück eingebunden. Martin Trappen

Über Aids und andere sexuell übertragbare Krankheiten klärte die Aufführung "Aids geht's los" der Theatergruppe "Thevo" rund 140 Schüler der Klassenstufen 9 und 10 der Christian-Kretzschmar-Schule Merzig auf. In der Turnhalle der Schule erzählten drei Schauspieler des Nürnberger Theatervereins die Geschichte von Sophia, die betrunken auf einer Party ihr erstes Mal mit Nick erlebt. Sie ist in ihn verliebt, er aber nicht in sie. Ihrer Freundin Anna erzählt sie, nicht verhütet zu haben.

Verschiedene Szenen aus der jugendlichen Sturm- und Drangzeit wurden dargestellt: Coolness, Imponiergehabe, Anmache, Liebe, Ängste und Risiken. Das Stück thematisierte, wie Jugendliche ihre Sexualität entdecken und untereinander mit diesem Thema und eventuellen Unsicherheiten umgehen.

Inszeniert war das Ganze als Mitmachtheater, das heißt: Die Schüler nahmen an der Aufführung aktiv teil. So konnten sie die Aufführung jederzeit stoppen, die Figuren verändern, neue Charaktere einführen, Szenen überspringen oder hinzufügen. Schließlich schlüpften sogar einige Schüler selbst in eine Rolle - für nicht wenige eine interessante, neue Erfahrung.

Aufklärung ist wichtig

"Über HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen Bescheid zu wissen, ist wichtig. Vor allem kommt es darauf an, die Möglichkeiten zu kennen, wie man sich und andere vor einer Ansteckung schützen kann", sagt Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich. Man könne nicht früh genug anfangen, darüber zu sprechen. "Die Form des Theaters gibt den Schülern spielerisch die Möglichkeit, sich damit zu beschäftigen", ergänzt die Landrätin.

Das Präventionstheater hatte Jenny Schillo vom Gesundheitsamt organisiert.

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