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Umweltministerium fördert Umbau für bessere Wasserverwertung

Reinhold Jost (2.v.r.) übergibt den Scheck an Marcus Hoffeld. Foto: Stadt
Reinhold Jost (2.v.r.) übergibt den Scheck an Marcus Hoffeld. Foto: Stadt FOTO: Stadt
Mechern. Die Kläranlage Mechern wird entlastet. Durch eine Baumaßnahme soll mehr Niederschlags- und Fremdwasser in den Saaraltarm umgeleitet werden. Das Geld dafür stammt aus der „Aktion Wasserzeichen“. Martin Trappen

Rund 38 000 Euro stellt das saarländische Umweltministerium über das Förderprogramm "Aktion Wasserzeichen" für eine Fremdwasserentflechtung im Merziger Stadtteil Mechern zur Verfügung. Umweltminister Reinhold Jost überreichte jetzt einen entsprechenden Zuwendungsbescheid an den Merziger Bürgermeister Marcus Hoffeld . Die Planung sehe vor, in der Fremersdorfer Straße ein Einlaufbauwerk am Damm der L 170 zu bauen. Die Straßenentwässerung der Fremersdorfer Straße soll an dieses Einlaufbauwerk angeschlossen werden. In einem zweiten Schritt werde vom Einlaufbauwerk eine Stahlbetonleitung unter der L 170 hindurch bis zum Saaraltarm verlegt.

Durch diese Baumaßnahme wird Niederschlags- und Fremdwasser in den Altarm der Saar und nicht mehr in die Kläranlage Mechern eingeleitet. Dies führt zu einer Steigerung der Reinigungsleistung der Kläranlage, zugleich bleibt das unbelastete Oberflächenwasser dem natürlichen Wasserkreislauf erhalten. "Durch die Verringerung des Fremdwassers in den Abwassersystemen verbessern wir die Wirkungsweise unserer Kläranlagen und reduzieren damit gleichzeitig die Kosten der Gebührenzahler", meinte Jost.

Eine effiziente Abwasserreinigung setzte voraus, dass auch die Abwassermengen auf das notwendige Maß reduziert seien. Daher sollten Wassermengen, die von ihrer Herkunft und Beschaffenheit her nicht gereinigt werden müssen, auch nicht in Abwasseranlagen eingeleitet werden. Hierzu zählen das in Kanalisationen eingeleitete nicht behandlungsbedürftige Oberflächenwasser sowie Grundwasser aus defekten Kanälen oder Drainage-Wasser. Gerade im Saarland macht das Fremdwasser mit über 70 Prozent den weitaus größten Teil der Abwassermenge aus. Die daraus resultierenden Gewässermehrbelastungen einerseits und die technischen und finanziellen Folgewirkungen für den Anlagenbau, den Anlagenbetrieb und die Abwasserabgabe andererseits sind enorm.