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Eine Fundgrube für alle Heimatfreunde

Eine Fundgrube für alle Heimatfreunde

Die Merziger Stadtgeschichte ist Schwerpunkt des neuen Jahrbuchs, das der Kreis-Heimatkundeverein herausgebracht hat. Das Themenspektrum reicht vom Nabu-Naturgarten bis zur Kirchengeschichte.

Im Sitzungssaal des Historischen Rathauses in Merzig wurde am Montag in Anwesenheit der Autoren und Gäste das neue, 18. Jahrbuch des Vereins für Heimatkunde im Landkreis Merzig-Wadern (KHV) vorgestellt. "Ich freue mich, Sie heute zur Buchvorstellung hier begrüßen zu dürfen. Bereits seit Jahren bringt der Verein Jahrbücher heraus, die bei der Bevölkerung einen hohen Stellenwert genießen und sich großer Beliebtheit erfreuen", betonte Bürgermeister Marcus Hoffeld als Gastgeber. Mit dem neuen Buch sei es dem Verein wieder gelungen, eine Zeitepoche der Heimat sicht- und lesbar zu machen. Als Bürgermeister freue er sich, dass seine Stadt Schwerpunkt der diesjährigen Auflage ist. Neben den wichtigsten Ereignissen in der Stadt in 2013/14 enthalte dieses Buch beispielsweise auch Beiträge über das zehnjährige Bestehen von "Das Bad", den Wolfsforscher Werner Freund und den Schriftsteller Gustav Regler . Die Stadt unterstütze das bedeutsame Projekt neben eigenen Textbeiträgen und der Organisation der Buchvorstellung auch durch eine Garantieabnahme von Büchern im Wert von 750 Euro. "Ein herzliches Wort des Dankes richte ich an alle, die zur Herausgabe des Buches einen Beitrag geleistet haben", sagte der Bürgermeister.

Peter Kirsch, stellvertretender Vorsitzender des Vereins für Landeskunde im Saarland, meinte: "Ich möchte erwähnen, dass hinter der Veröffentlichung eines Jahrbuches in dieser Form eine Menge Arbeit steckt." Um junge Menschen hierfür zu begeistern, wolle man in den nächsten Jahren verstärkt auf die Schulen zugehen.

Eric Glansdorp als Präsident des Landesverbandes der Historisch-Kulturellen Vereine des Saarlandes (LHV) befand: "Ich denke, das Konzept Jahrbuch des Kreises ist ein gutes Vorbild für die Ereignisdokumentation und Interpretation auf Landesebene, für Altertumskundeprofis bis hin zum engagierten Neuheimatforscher. Im LHV gilt es, auf vergleichbare Dokumentationsstrukturen hinzuarbeiten."

Mit der Zeitschrift "saargeschichten" sei dabei eine gute Basis geschaffen.

"Jahrbücher bestehen aus aktuellen Informationen und Überlieferungen von bleibendem Wert. Jedes Jahrbuch für den Kreis Merzig-Wadern ist eine Fundgrube für alle, die sich ihrer Heimat verbunden fühlen und über wichtige Ereignisse und Entwicklungen in Vergangenheit und Gegenwart informiert werden möchten. Seit der Gründung unseres Vereins im Jahre 1925 wurden eine Vielzahl an Heimatbüchern, Jahrbüchern und Geschichtsheften herausgegeben", erklärte KHV-Vorsitzender Hubert Schommer und erläuterte das neue Buch (siehe Info). Die Merziger Autoren stellten dann kurz ihre Beiträge vor: Annemay Regler-Repplinger, die die Artikel "Der unvereinnehmbare Schriftsteller Gustav Regler " und mit Alfred Diwersy "Gegen das Vergessen - Jüdisches Leben in Merzig " verfasst hat, Pfarrer Klaus Kühnhaupt schrieb über "200 Jahre Protestanten im Kreis - 150 Jahre evangelische Kirche in Merzig " und Theo Seiwert über die der heilige Agatha geweihte Clemens-Holzmeister-Kirche in Merchingen.

Nach einem Auftritt von Kindern der Forscherschule Bietzen mit dem Glühwürmchentanz umrissen weitere Autoren ihre Artikel. So schrieb Albert Enderlein über eine mittelalterliche Fernstraße (Flandernweg) im Kreis, Manfred Schneider über die Luzia-Kapelle in Erbringen und Helmut Harth über den Nabu-Naturgarten im "Park der Vierjahreszeiten" in Losheim am See.

Den Gästen und Autoren wurden dann durch den Vorsitzenden des Kreiosheimatvereins, Hubert Schommer, und seine Stellvertreterin Bettina Birkenhagen Bücher überreicht.

 Rund 50 Autoren haben am Jahrbuch mitgewirkt, viele von ihnen waren bei der Präsentation dabei.
Rund 50 Autoren haben am Jahrbuch mitgewirkt, viele von ihnen waren bei der Präsentation dabei.

Zum Thema:

Auf einen blickDas Jahrbuch 2014 des Vereins für Heimatkunde im Kreis Merzig-Wadern (KHV) hat eine Auflage von 500 Exemplaren und wurde erstmals als Farbdruck herausgegeben. Es besteht aus 352 Seiten mit Beiträgen von rund 50 Autoren. Satz und Layout besorgte das Archäologiebüro & Verlag Glansdorp in Tholey. Der Druck erfolgte im Frick Kreativbüro & Onlinedruckerei in Krumbach. Die Titelseite zeigt die Kirche St. Peter, das bedeutendste Bauwerk in Merzig und wichtiger Bestandteil der städtischen Geschichte. Themen aus der Kreisstadt bilden den Schwerpunkt des Buches, das mit dem Kapitel "Die Kreisstadt Merzig - früher und heute" beginnt. Es folgen die Kapitel "Kreis und die Gemeinden", "Wirtschaft und Tourismus", "Kunst und Kultur", "Soziales", "Natur und Umwelt", "Menschen unserer Heimat", "Geschichte, Volkskunde und Mundart", "Aus der Arbeit der Heimatvereine". Das Buch ist zum Preis von 18 Euro im Buchhandel erhältlich. nb