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Anwohner vermissen Bewuchs der Böschung am Ausgang von Oppen

Oppen. Christian Beckinger

Wo einst eine reiche Vielfalt an Sträuchern, Bäumen und Hecken die Böschung zierte, ragen nur noch Stümpfe aus dem Boden. Bis auf wenige Exemplare sind die Bäume auf dem rund 150 Meter langen Teilstück der Straßenböschung komplett abgeholzt worden. Dieser Anblick präsentiert sich seit Kurzem am Ortsausgang von Oppen in Fahrtrichtung Nunkirchen, dort wo es in den Lücknerwald hineingeht. Vor wenigen Wochen hat der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) dort bei den üblichen Verkehrssicherungs-Arbeiten den Bewuchs an Bäumen und Hecken ausgelichtet - und es nach Ansicht vieler Anwohner übertrieben. Für manche Bewohner des angrenzenden Wohngebietes Sonnenhügel ist nun ein natürlicher Sichtschutz weggefallen, der rückwärtige Teil ihrer Grundstücke ist nun frei einsehbar. Andere bemängeln, dass die relativ dicht gewachsenen Sträucher und Hecken zuletzt Vögeln die Möglichkeit zum Brüten gegeben hätten - dieser seien sie nun beraubt.

Klaus Kosok, Sprecher des Landesbetriebs, äußert sich zur Kritik der Anwohner wie folgt: "Einiges von dem, was an Bäumen und hochgewachsenen Sträuchern auf der Böschung stand, ragte nach hinten in das Grundstück eines Anliegers hinein." Hier habe es Beschwerden des Betroffenen über den ausladenden Bewuchs gegeben. Zudem habe sich bei der Überprüfung des Areals herausgestellt, dass einige der dort wachsenden Kiefern wegen Schneebruchs nicht mehr standsicher gewesen seien - diese wurden entfernt. "Die Bäume , die noch standortgerecht und intakt waren, sind stehen geblieben", sagt Kosok. Die Hecken und Sträucher seien auf Stock gesetzt worden, also bis auf eine Höhe von knapp einem halben Meter heruntergeschnitten worden. "Wenn eine Vegetationsperiode vorbei ist, sieht es dort wieder ganz anders aus", ist sich Kosok sicher.