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Der Spielertrainer schießt sein Team zum Sieg

Reimsbach. Die Fußballer des 1. FC Reimsbach haben am Wochenende den ersten Sieg seit Ende November gefeiert. Ausgerechnet beim hoch gehandelten Tabellendritten SV Auersmacher feierte der FCR einen 3:1-Erfolg. Erich Brücker

Nur die optimistischsten Fußball-Anhänger hatten wohl damit gerechnet. Aber Fußball-Saarlandligist 1. FC Reimsbach hat es dennoch geschafft. Der Tabellen-13. hat beim SV Auersmacher einen Husarenstreich landen und einen 3:1 (1:0)-Sieg feiern können. "Natürlich hatten wir auch Glück dabei, aber das des Tüchtigen", gab sich Spielertrainer Marco Buchheit durchaus realistisch. Er verkannte nicht, dass die favorisierte Heimelf, immerhin Tabellendritter und Meisterschaftskandidat, über 90 Minuten spielerisch besser war. Die Gastgeber hatten viel mehr Ballbesitz, machten auch ordentlich Druck auf das Gehäuse von Torhüter Sven Bossmann, doch viele klare Torchancen ließ Reimsbach nicht zu. "Wir haben ausgesprochen gut verteidigt", lobte Buchheit. "Und wir haben mit ein paar Nadelstichen die gegnerische Elf in Verlegenheit gebracht." Gerade einmal fünf Möglichkeiten bekam Reimsbach , drei davon nutzte die Mannschaft. Vorne agierten Spielertrainer Buchheit selbst und nach langer Abstinenz wegen Verletzung Neuzugang Dariusz Kudyba. Das sollte sich auszahlen. Nachdem Salvatore Frenda die erste Chance noch versemmelt hatte, machte es Buchheit besser. Auf der linken Seite setzte sich Marc Jücker durch, seine Flanke auf den zweiten Pfosten erreichte Buchheit, und der Torjäger besorgte mit einem Flachschuss ins lange Eck die Führung (28.) für den FCR. Auersmacher drängte danach auf den Ausgleich, der gelang aber erst in der 72. Minute. Maurice Urnau hielt aus 20 Metern einfach mal drauf, traf zum 1:1.

Die Heimelf legte nun noch eine Schippe drauf, aber die Tore fielen auf der anderen Seite. So in der 80. Minute, als Jücker diesmal von der halbrechten Seite aus spitzem Winkel aufs Tor schoss, Torhüter Florian Schworm nur abklatschen konnte, und erneut Buchheit aus acht Metern freistehend einlochte. Doch damit nicht genug. In der Schlussminute war Frenda ebenfalls über die halbrechte Seite in den Strafraum gedrungen, sein Abspiel in die Mitte erreichte Jücker, der zum Endstand einschob.