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Das Januar-Wetter in der Südwestpfalz

Wetterrückblick Januar : Der Januar war etwas kälter als gewöhnlich

Wetterückblick: An 19 Tagen lag eine Schneedecke, dafür schien die Sonne weniger als im langjährigen Mittel.

Der Januar gestaltete sich teilweise richtig winterlich und die Westpfalz konnte sich zumindest phasenweise bis ins Flachland in eine Schneelandschaft verwandeln. Auch im Februar gibt der Winter nicht so schnell auf. 

Das Jahr 2021 startete äußerst trübe und mäßig kalt. Die Temperaturen bewegten sich sowohl tagsüber als auch nachts zwischen minus drei und plus drei Grad. Gelegentlich fiel Niederschlag, auf den höchsten Lagen der Westpfalz meist in Form von Schnee, unten zunächst noch als Regen oder Schneeregen. Über den Mittelabschnitt sank die Schneefallgrenze auch bis in tiefere Lagen und verwandelte die Landschaft verbreitet in ein winterlich weißes Kleid. Oberhalb von etwa 300 Metern wuchs die Schneedecke teilweise auf über zehn Zentimeter an. Nach einer milderen Tauwetterphase schlug der Winter im Schlussabschnitt nochmals mit Schneefällen bis in die Niederungen zu, bevor sich im weiteren Verlauf wieder unbeständiges und milderes Tauwetter mit Regen durchsetzte. Wegen des vielen Niederschlages schwollen zum Monatsausklang Bäche und kleinere Flüsse spürbar an.

Regionale Wetterdaten Das Mittel der Lufttemperatur lag im Januar mit 0,7 Grad Celsius um 0,5 Grad unter dem langjährigen Durchschnittswert der letzten 25 Jahre. „Heiztage“ (Tagesmittel unter 15 Grad) gab es 31. „Vegetationstage“ (Tagesmittel 5,0 Grad und mehr) konnten fünf verbucht werden. „Frosttage“ (Tiefsttemperatur unter null Grad) zählte man beachtliche 24. „Eistage“ (Höchsttemperatur unter null Grad) gab es wenigstens zwei. „Bodenfrosttage“ (Frost in fünf Zentimeter über dem Erdboden) gab es 27. Der tiefste Wert mit frostigen minus 8,0 Grad resultierte am 11. Bemerkenswert, in der Nacht auf den 16. sank die Temperaturen bei klarem Sternenhimmel am Boden direkt über der Schneedecke auf minus 17,5 Grad. Der höchste Wert dieses Monats wurde am 28. mit sehr milden 10,5 Grad verzeichnet. Der niedrigste auf Meereshöhe reduzierte Luftdruck wurde am 22. und 23. mit jeweils 991,1 Hektopascal gemessen. Der höchste auf Meereshöhe reduzierte Luftdruck wurde am 15. mit 1027,5 Hektopascal gemessen.

Die Niederschlagsmenge lag in Lambsborn bei stolzen 110,3 Litern pro Quadratmeter. Das entspricht 136,2 Prozent des langjährigen Monatsmittels der letzten 25 Jahre. In Martinshöhe fielen im vergangenen Monat 79,4 Liter pro Quadratmeter, in Morlautern 55,6 Liter pro Quadratmeter, in Landstuhl 99 Liter pro Quadratmeter, in Zweibrücken 100,1 Liter pro Quadratmeter und in Pirmasens 87,1 Liter pro Quadratmeter. Der Niederschlag konzentrierte sich auf beachtliche 25 Tage. Der meiste Niederschlag fiel in Lambsborn mit 19,0 Litern pro Quadratmeter am 28. An 21 Tagen fiel Schnee, Schneeregen, oder es trat Graupel auf. An 19 Tagen lag eine Schneedecke, diese erreichte am 17. mit maximal 17 Zentimeter ihren Höhepunkt. Damit war der Monat mehr als die Hälfte weiß. Gewittertage blieben Fehlanzeige. An elf Tagen wurde hier Nebel beobachtet. Tage mit starkem Wind zählte man vier. „Heitere Tage“ (Bewölkungsmittel unter 20 Prozent) gab es einen. „Trübe Tage“ (Bewölkungsmittel über 80 Prozent) beobachtete man dagegen 24. Die restlichen sechs Tage lagen dazwischen. Zu insgesamt 87,1 Prozent war der Himmel während dieses Monats von Wolken überzogen (mehr als normal). Die Sonnenscheindauer erreichte magere 41 Stunden. Das entspricht 76,1 Prozent des langjährigen Mittels der letzten 25 Jahre.