Heiß begehrtes Gen-Material

Zweibrücken. Die Anfang der Woche begonnene technische Modernisierung der EU-Besamungsanlage ist seit Jahren fällig. Im Gespräch mit dem Pfälzischen Merkur machte Gestütsleiter Alexander Kölsch jedoch deutlich, dass dies eine unabdinglich notwendige Maßnahme ist, um den hohen EU-Standard zu halten. Mehr Geld fließe dadurch aber nicht ins Säckel der Landgestüt Zweibrücken GmbH

Zweibrücken. Die Anfang der Woche begonnene technische Modernisierung der EU-Besamungsanlage ist seit Jahren fällig. Im Gespräch mit dem Pfälzischen Merkur machte Gestütsleiter Alexander Kölsch jedoch deutlich, dass dies eine unabdinglich notwendige Maßnahme ist, um den hohen EU-Standard zu halten. Mehr Geld fließe dadurch aber nicht ins Säckel der Landgestüt Zweibrücken GmbH.Ganz anders zu Buche schlägt da die Wiedereinstellung der vom Land vor zehn Jahren entlassenen Besamungsleiterin Therese Willmen sowie die Investition in neue Hengste moderner Blutlinien. Willmen gilt als eine d e r weit überregional anerkannten Kapazitäten, von der es in Züchterkreisen heißt "wenn sie eine Stute nicht trächtig bekommt, schafft es niemand!". Mit ihr sind auch zahlreiche Züchter, die ihr ins 60 Kilometer entfernte Wolfstein gefolgt waren, ins Landgestüt zurückgekehrt. Für den Ankauf und die Anpachtung dieser Pferde zeige besonders der Bezirksverband der Pferdezüchter Rheinland-Pfalz-Saar unter Vorsitz von Heinz Merk, zugleich Geschäftsführer der Landgestüt Zweibrücken GmbH, verantwortlich. "Der Erfolg liegt auf der Hand", informiert Kölsch. So nahm im vergangenen Jahr die Zahl der Bedeckungen um gut 50 Prozent zu, wobei insbesondere der vierjährige Süddeutsche Prämienhengst Stockholm, Fünfter im Bundes-Championat der Deutschen Nachwuchspferde, zum Liebling der Züchter avancierte. Der Gestütsleiter weiß: "Nicht nur sein ersten Fohlenjahrgang ist sehr vielversprechend, auch unsere übrigen Neuzugänge wie Springtalent Qui Lago, haben sich sehr positiv vererbt." Extrem wichtig sei, die Hengste auch über Winter auf den Hengstparaden sowie im Turniersport positiv zu präsentieren. Deshalb wird jetzt im Hengststall in einen Sattelplatz mit Waschplatz und Solarium investiert, damit die geschorenen Hochleistungssportler auch bei Minustemperaturen die für ihre Muskulatur dringend notwendige Wellnessbehandlung erhalten können. cvw