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Kultursommer und Euroclassic werden auf 2021 verschoben

Keine Konzerte in Blieskastel : Nordlichter strahlen erst 2021

Der Kultursommer Rheinland-Pfalz ist auf das kommende Jahr verschoben. In diesem Jahr kein Festival Euroclassic.

Nach der Absage des Stadtfestes gibt es nun auch keine Kultursommer-Eröffnung und kein Festival Euroclassic. „Wir hätten die Eröffnung des Kultursommers gerne präsentiert“, erklärte der Leiter des Zweibrücker Kultur- und Verkehrsamts, Thilo Huble. Bereits vor einigen Wochen war die Eröffnung von Mai in den August verschoben worden. „Das wäre eine Option gewesen.“ Dabei hätte die Stadt in Kauf genommen, dass das Programm kürzer gewesen wäre.

Doch die Corona-Pandemie veranlasste die Landesregierung, auch den größten Teil der geplanten Veranstaltungen des Kultursommers abzusagen. „Daher wird das Motto ‚Kompass Europa Nordlichter’ im kommenden Jahr erneut aufgerufen“, informierte Kulturminister Konrad Wolf bei einer Pressekonferenz. „Die für das zweite Maiwochenende fertig geplante Eröffnungsveranstaltung in Zweibrücken wird um ein Jahr verschoben.“

„Das ist für uns sogar die bessere Variante“, sagte Huble. Damit könnte die Eröffnung in ihrer Gänze stattfinden. Es würden noch zwei Termine geprüft: Vom 30. April bis 2. Mai oder vom 7. Mai bis 9. Mai. Unter anderem werde mit den Künstlern gesprochen, ob sie auftreten können. „Die Projektion Nordlichter ist an beiden Tagen verfügbar“, stellte Huble erfreut fest. Gerade dieses „außergewöhnliche“ Ereignis sollte ein Höhepunkt der Veranstaltung sein. „Deshalb sind wir froh, dass das im nächsten Jahr auch möglich ist.“ Dann strahlen die Nordlichter 2021.

Das Thema des Kultursommers hatte Huble als Projektleiter auch für das grenzüberschreitende Musikfestival Euroclassic übernommen. „Korrespondierend werden wir auch das Festival in diesem Jahr ausfallen lassen und Nordlichter auf 2021 verlegen.“Die Verlegung werde einvernehmlich von den beteiligten Städten Zweibrücken, Pirmasens und Blieskastel sowie den Verbandsgemeinden Zweibrücken-Land und Bitscher-Land getragen. Mit den meisten Ensembles und Künstlern des Festivals habe man gesprochen. Diese hätten großes Verständnis für die Entscheidung. „Es ist in der sehr dynamischen Corona-Lage derzeit auch noch vollkommen offen, ob und unter welchen Bedingungen in diesem Jahr Konzerte überhaupt noch stattfinden können“, sagte Huble. Insbesondere da auch viele Künstler aus dem Ausland anreisen.

 Thilo Huble
Thilo Huble Foto: Lutz Fröhlich

„Aus all diesen Gründen ist eine Verlegung des seit 1990 stattfindenden Festivals die verantwortungsvollste Lösung. Sowohl für die Gäste und Künstler als auch für die Veranstalter“, begründete der Projektleiter die Entscheidung, „die uns nicht leicht gefallen ist“. Die Eröffnung findet dann 2021 wie für 2020 geplant in Zweibrücken statt. Allerdings nicht mit der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz. Die hätte zu dem Zeitpunkt bereits einen anderen Auftritt geplant. Bei der Pressekonferenz in Mainz haben die Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Kulturminister Wolf ein Programm in Höhe von 15,5 Millionen Euro vorgestellt, um die Kulturlandschaft im Land zu unterstützen. Bereits vor einer Woche hat die Stadt Zweibrücken einen Kreativ-Fonds aufgelegt Mit 500 Euro werden Solo-Selbstständige im Kulturbereich unterstützt. Nach Angaben Hubles seien die ersten Anträge eingegangen. Neben dem Nachweis, dass sie in Zweibrücken wohnen, müssen die Antragsteller Mitglieder der Künstlersozialkasse sein und Angaben über Honorarausfälle machen.