1. Pfälzischer Merkur
  2. Regionalsport

7:2 für Hornets : Teamgeist als Schlüssel zum Zweibrücker Heimsieg

7:2 für Hornets : Teamgeist als Schlüssel zum Zweibrücker Heimsieg

Eishockey-Regionalligist EHC Zweibrücken mit einem überzeugenden 7:2-Erfolg gegen den Tabellenzweiten Bietigheim.

Ihre bislang beste Saisonleistung haben die Zweibrücker Hornets am Dienstagabend im Regionalliga-Heimspiel gegen die Bietigheim Steelers 1b gezeigt. Vom ersten Bully weg dominierten die Hornets die Partie und siegten auch in der Höhe verdient mit 7:2 (2:0/4:0/1:2) gegen einen allerdings erschreckend harmlos aufspielenden Tabellenzweiten. Nach dem herben 2:8 in Heilbronn (wir berichteten), wo man nach zwei Dritteln noch ein 2:2 vorweisen konnte und dann unterging, war dieses Spiel der erhoffte Befreiungsschlag. Durch den Erfolg schiebt sich der EHCZ wieder auf einen anvisierten Playoff-Platz, ist nach einem Drittel der Saison Tabellenvierter.

„Der Teamgeist, der Zusammenhalt, der uns in den letzten Wochen gefehlt hat, war heute von der ersten Minute an spürbar“, hob EHC-Trainer Tomas Vodicka besonders die Einstellung seiner Spieler heraus. „Das war die beste Leistung, seit ich hier Trainer bin. Die Mannschaft war konzentriert, hat mit Zug nach vorne gespielt und ihre Chancen auch genutzt“, lobte der Coach. „Die letzten sieben, acht Minuten im letzten Drittel haben wir das Tempo etwas vermissen lassen. Wenn überhaupt, dann ist das das einzige, was mir nicht so gefallen hat. Ansonsten war ich sehr zufrieden.“ Ein weiterer Garant für den klaren Erfolg war das effektive Überzahlspiel der Hornets. Vier der sieben Treffer wurden mit einem Mann mehr auf dem Eis erzielt.

Den Torreigen eröffnete Verteidiger Felix Stokowski (4.) allerdings bei „Fünf gegen fünf“, als er ein Zuspiel von Aric Schinke zum frühen 1:0 verwertete. Drei Strafzeiten überstanden die Zweibrücker in der Folge unbeschadet, um dann selbst mit dem ersten Powerplay zu erhöhen. Von Kenny Matheson geschickt in Szene gesetzt, legte Matus Zaborsky (19.) kurz vor der Drittelpause das 2:0 nach.

Von den Steelers war auch nach dem Wechsel offensiv fast nichts zu sehen. Und im Tor machte Viktor Laveuve ein ums andere Mal eine unglückliche Figur. Auf der Gegenseite erhielt Steven Teucke im Zweibrücker Kasten kaum Gelegenheiten, sich auszuzeichnen. Dafür seine Vorderleute umso mehr. Im Minutentakt markierten erneut Zaborsky, Youngster Robin Spenler und Marius Metzner die Tore drei, vier und fünf. Kurz darauf schwächten sich die Gäste auch noch selbst. Nach einem überharten Einsteigen kassierte Bietigheims Timo Heintz in der 28. Minute eine Spieldauerstrafe. Für ihn war die Partie damit vorzeitig beendet. Die fünfminütige Überzahl nutzte Maximilian Dörr (31.) zum 6:0, mit dem es in die letzte Pause ging.

In den letzten 20 Minuten schalteten die Hornets dann einen Gang zurück und verwalteten die klare Führung. Den Anschlusstreffer durch Thorsten Weisler (51.) konterte EHC-Defensivmann Pascal Sefrin 60 Sekunden später mit dem 7:1. Dass das letzte Tor der Partie den Gästen gehörte, störte unter den über 800 Zuschauern in der Zweibrücker Ice-Arena am Ende auch keinen mehr. Denn kurz nach dem 2:7 durch Mathias Vostarek war Schluss und die Hornets feierten im vierten Heimspiel den vierten Sieg.

„Das war ein ziemlich wilder Saison-Anfang mit einigen kuriosen Ergebnissen. Für uns ist es wichtig, dass wir in den Heimspielen keine Punkte liegen lassen. Und auswärts müssen wir mitnehmen, was geht“, betonte ein zufriedener Vodicka. „Ich hoffe, dass das Spiel heute den Schalter umgelegt hat und vor allem hoffe ich, dass es so bleibt. Wir haben vor dem Spiel einiges besprochen, dass hat auch jeder verstanden und umgesetzt.“

Am kommenden Sonntag geht es für den EHC Zweibrücken wieder um Heimpunkte. Um19 Uhr empfängt man in der Peter-Cunningham-Memorial-Arena den EC Eppelheim, der als derzeit Tabellensechster zwei Punkte hinter den Hornets liegt und damit ein wenig hinter den eigenen Erwartungen zurückgeblieben ist. „Bei denen läuft es auch noch nicht so gut, aber die haben am Wochenende gegen Heilbronn gewonnen. Wir sind jedenfalls gewarnt“, erklärt Tomas Vodicka.