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14 Katzen für Zweibrücker Tierheim auf einen Streich – Bislang keine Fundtiere in Corona-Krise

Corona-Krise : 14 Katzen für Tierheim auf einen Streich

Behörden stellen in Haus in Bad Dürkheim 50 Tiere sicher, Zweibrücken übernimmt 14 davon. Weiterhin strenge Corona-Regeln.

Das Tierheim in Zweibrücken hat dieser Tage auf einen Schlag 14 neue Bewohner erhalten. Wie die Vorsitzende des Tierschutzvereins, Nadine Bender, auf Anfrage unserer Zeitung sagte, hat die Einrichtung 14 Katzen übernommen. „Die Tiere stammen aus einem Haus in Bad Dürkheim“, sagte Bender.

Dort habe eine Privatperson insgesamt 50 Katzen gehalten – da die Tiere nicht kastriert gewesen seien, wäre die Population immer weiter angestiegen, hätte nicht eine Behörde in Bad Dürkheim eingegriffen, berichtete Bender.

Angesichts der Tatsache, dass der Halter der ganzen Tiere offenkundig komplett überfordert gewesen sei, sammelte die Behörde die Tiere ein und verteilte sie an verschiedene Tierheime. „Wir haben 14 übernommen. Unser Bestand an Katzen ist damit auf 30 angewachsen“, sagte Bender.

Ansonsten hat das Tierheim in der Rosenstadt aktuell 17 Hunde, sieben Kaninchen und vier Begus, dabei handelt es sich um kleine Nagetiere.

Fundtiere habe das Tierheim seit der Corona-Krise noch nicht zu verzeichnen, erklärt die Tierschutzverein-Vorsitzende.

Ihre Kollegen von anderen Tierheimen in der Region können da teilweise ganz andere Lieder singen, weiß Bender. So hat etwa das Tierheim in Saarbrücken zuletzt zehn ausgesetzte Tiere aufgenommen. Dabei handelte es sich teilweise um regelrecht tragische Fälle – so waren etwa in Malstatt zwei Meerschweinchen in einer Einkaufstüte ausgesetzt worden. Retter fanden sie und brachten die verängstigten Nager ins Tierheim. Ende März hatte ein Halter seinen Hund einfach in der Nähe des Eingangs zum Saarbrücker Tierheim angeleint und sich dann aus dem Staub gemacht.

Von solchen Fällen ist das Zweibrücker Tierheim bislang verschont geblieben, macht Bender deutlich. „Im Moment sindd auch Abgaben kein Thema“, sagt sie. Womöglich ist es so, dass in Zweibrücken in der aktuellen Corona-Isolation viele ihr Haustier als liebenswerten Wegbegleiter besonders zu schätzen lernen und es umso weniger missen wollen.

Ansonsten gilt für das Zweibrücker Tierheim wie für andere auch: Es gelten weiterhin strenge Besuchsregeln. Die 17 Hunde, die das Tierheim momentan betreut, werden von Mitarbeitern des Heimes ausgeführt. Bürger, die in Betracht ziehen, sich einen Hund anzuschaffen, müssen vorab einen Termin mit dem Tierheim ausmachen (wir berichteten).

„Wir klären im Vorfeld aber intensiver als früher ab, ob es sich wirklich um einen potentiellen Interessenten handelt. Wenn ja, machen wir Termine mit ihnen aus, wir legen diese dann so, dass bei uns im Tierheim die Abstands- und Hygieneregeln gewahrt bleiben“, sagte Bender.