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SV 64 Zweibrücken feiert Aufstieg in dritte Liga virtuell

Meisterfeier mal anders : Die Löwen feiern (virtuelles) Saisonfinale

Auf die gemeinsame Aufstiegsfeier müssen Handballer und Fans des SV 64 Zweibrücken am Samstag verzichten. Für den treuen Anhang gibt es aber ein Trostpflaster.

Keine Freudengesänge, keine Bierduschen, keine gemeinsame Feier mit den eigenen Fans. An diesem Samstag hätten die Handballer vom SV 64 Zweibrücken in der Westpfalzhalle ihr Saisonfinale gegen die Sportfreunde Budenheim bestreiten sollen. Vermutlich hätten die Löwen bei regulärem Saisonverlauf dann schon als Aufsteiger in die dritte Liga festgestanden. Als die Runde im März wegen der Corona-Pandemie zuerst unterbrochen – und später abgebrochen wurde, lag die Mannschaft von Trainer Stefan Bullacher schließlich schon sechs Punkte vor dem ärgsten Verfolger SG Saulheim und hatte nur eine einzige Saisonniederlage kassiert.

Zwar steht der SV 64 mittlerweile nach einem Beschluss des deutschen Handballrates als Aufsteiger fest (wir berichteten). Die große Sause zum Saisonabschluss muss wegen der Pandemie aber entfallen. Zumindest fast. Denn der SV 64 bietet seinen treuen Unterstützern am Samstag ein virtuelles Trostpflaster in Form eines emotionalen Rückblicks auf die 22 absolvierten Spiele der Saison. Um 18 Uhr können die Fans der Zweibrücker Löwen auf der Vereinshomepage www.sv64.de oder über die Facebook-Seite des Vereins viele unvergessliche Momente der abgebrochenen Runde noch einmal miterleben. Eingeleitet wird der Abend durch den „Löwentalk“. Via Videokonferenz unterhalten sich Moderator Kevin Schieber und SV-Trainer Stefan Bullacher über den Weg der letzten beiden Jahre: Vom „Neustart“ 2018 als Bullacher die Löwen wieder als Coach übernahm bis hin zum Aufstieg in die 3. Bundesliga in der abgelaufenen Saison. Auch die Fans, die das Team während der Spielzeit als „weiße Wand“ so herausragend unterstützt hatten, werden gewürdigt. Außerdem gibt Bullacher einen Ausblick auf die Kaderplanung für die kommende Runde und beantwortet – sofern das schon möglich ist – die Fragen, wie und wann es in der 3.Liga für die 64er weitergeht.

Dabei wird auch die aktuell schwierige finanzielle Situation vieler Sportvereine thematisiert, die durch fehlende Einnahmen in Bedrängnis geraten sind. Auch beim SV 64 Zweibrücken ist durch den Ausfall von vier Heimspielen und vor allen der Absage des Zweibrücker Stadtfestes eine Planungslücke entstanden. Welche Auswirkungen die Corona-Krise auf Partner im Sponsoring haben wird, ist noch nicht endgültig abzusehen. Allerdings hat der SV bereits positive Signale langjähriger Sponsoren erhalten, die den „Zweibrücker Weg“ – den Erfolg mit eigenen Talenten zu suchen – auch in dieser schwierigen Zeit weiter unterstützen wollen.

Am Samstag haben Fans und Freunde des SV 64 die Möglichkeit, ihre Solidarität mit den Löwen zu zeigen, in dem sie sich in einem virtuellen Shop, Eintrittskarten, Getränke oder Speisen für den guten Zweck kaufen. Der Erlös wird für den kommenden Spielbetrieb der Männer, Frauen und im Jugendbereich zur Verfügung gestellt.

Die erste Herrenmannschaft der 64er hat sich bereits im Vorfeld der Aktion mit einer gemeinsamen Videobotschaft bei allen Helfern, Fans, Sponsoren und Unterstützern bedankt. Der erste Vorsitzende des SV 64 Zweibrücken, Jürgen Knoch, hofft nun, dass dem virtuellen Treffen am Samstag schon bald wieder ganz reale Handballfeste folgen werden: „Die Mannschaft hat eine überragende Saison gespielt und ich möchte auf diesem Wege den Spielern, sämtlichen Helfern sowie unseren hervorragenden Fans danken, ohne die das alles nicht möglich gewesen wäre“, ergänzt Knoch.

Den Internetlink, über den man den SV 64 unterstützen kann, finden Interessierte auf der Vereinshomepage, den sozialen Medien (Facebook, Instagram) des Clubs oder direkt unter www.geisterspietickets.de/sv64-zweibruecken.