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Spitzenspiel: Homburg lässt auch den FKP abblitzen

Spitzenspiel : Homburg lässt auch den FKP abblitzen

Oberliga-Tabellenführer schlägt Verfolger Pirmasens im Spitzenspiel vor über 4000 Zuschauern souverän mit 3:0.

Schon vor dem 3:0-Heimsieg des FC Homburg im Oberliga-Spitzenspiel gegen den FK Pirmasens zeigte sich vor den Rängen, wohin der Weg der Grün-Weißen gehen soll. In einer gelungenen Choreografie der Homburger Fans kam ein ICE-Express aus einem symbolischen Tunnel, der in mächtiger Fahrt zum anvisierten Zielbahnhof mit Namen „Regionalliga Südwest“ (vor Block 3 im Stadion) stoppte. Spätestens nach dem hochverdienten Erfolg des Teams von Trainer Jürgen Luginger über den Ligazweiten aus Pirmasens vor der bemerkenswerten Kulisse von über 4000 Zuschauern im Waldstadion dürfte der „FCH-Expresszug“ in Richtung Regionalliga nicht mehr zu stoppen sein.

Lugingers Trainerkollege Peter Tretter ist sich ganz sicher: „Der FC Homburg wird Meister. Daran wird sich nach dem verdienten Sieg nichts mehr ändern.“ Für seine Elf gehe es darum, Platz zwei zu festigen, um dann über die Aufstiegsspiele die Chance zu erhalten, in der nächsten Saison in der Regionalliga wieder in Homburg antreten zu können. In puncto Meisterschaft gibt sich Luginger zwar noch bedeckt, meinte aber, dass man „sicherlich einen großen Schritt getan hat.“

Vom Auftritt seiner Mannschaft zeigte sich der 49-jährige Homburger Trainer begeistert. „Es war das erwartet schwere Spiel gegen einen starken Gegner. Mit der 1:0-Führung im Rücken haben wir es richtig gut gemacht, unsere Torchancen genutzt und souverän die drei Punkte geholt.“ Glück habe der FC Homburg dann auch gehabt, denn die erste Großchance der Partie hatten die Gäste aus Pirmasens, als Jonas Singer alleine auf das von Mark Redl gehütete Tor zulief, den Ball aber knapp vorbeizog (11). „Es wäre sicherlich noch enger geworden, aber wir haben auch die Qualität, einen solchen Rückstand wieder aufzuholen“, meinte Redl später. Sechs Minuten nach dieser Szene wütete FCH-Coach Luginger zu Recht an der Seitenlinie. Ein Homburger Kopfballtor von Patrick Lienhard wurde wegen angeblichem Abseits annulliert.

Erstmals jubeln durften die grün-weißen Fans in der 37. Minute. Patrick Dulleck tankt sich im Strafraum durch und seine Hereingabe lockt Patrick Lienhard zum 1:0 für den FC Homburg ein. Die Vorentscheidung fiel fünf Minuten später. Einen Freistoß von Sökler köpfte Dulleck mit seinem 15. Saisontor zum 2:0-Pausenstand ein. „Mit diesem Tor war die Partie entschieden. Wir haben nie zu der Form aus den letzten Wochen gefunden, in denen wir neun Siege in Folge geholt haben“, meinte Tretter. Luginger durfte in der 51. Minute noch entspannter auf das Spiel seiner überlegenen Elf schauen. Lienhards Zuspiel zum im Strafraum blank stehenden Tom Schmitt nutzte der Stürmer zum 3:0-Endstand.

„Mit dem zweiten Tor vor der Pause war das Spiel eigentlich schon entschieden“, fand Lienhard und freute sich mit seinen Kollegen über die tolle Kulisse. „Mit über 4000 Zuschauern haben wir nie und nimmer gerechnet.“ Patrick Dulleck meinte, dass Pirmasens durchaus in Führung hätte gehen können. „Aber am Ende war der Sieg auch in der Höhe verdient, auch weil wir nach dem dritten Tor noch weitere Möglichkeiten hatten.“ FCH-Innenverteidiger Alexander Hahn sprach von einer Schrecksekunde, als Singer die Großchance vergab. ,,Aber ich bin sicher, wir wären zurückgekommen, weil wir die bessere Mannschaft sind.“

Luginger sprach nach dem Abpfiff von einer für Oberligaverhältnisse außergewöhnlichen Kulisse und einer großartigen Unterstützung der vielen FCH-Fans von den Rängen. „So eine Unterstützung hilft meiner Mannschaft gegen so schwere Gegner“, sagte Luginger, dessen Mannschaft am Samstag mit einem Sieg beim FV Engers den Vorsprung auf den spielfreien FK Pirmasens auf elf Punkte ausbauen könnte.