Standortbestimmung für die VTZ

Beide Spiele hat die VTZ Saarpfalz vergangene Saison gegen die SF Budenheim verloren. Von der Bezeichnung „Angstgegner“ will VTZ-Trainer Mirko Schwarz vor dem neuerlichen Aufeinandertreffen am Sonntag aber nichts wissen.

Die Handballer der VTZ erwarten am Sonntag um 18 Uhr in der Westpfalzhalle das Spitzenteam aus Budenheim. Nach zwei zuletzt denkbar knappen Niederlagen gegen die HF Illtal und die VTV Mundenheim will die Mannschaft von Trainer Mirko Schwarz nun endlich auch wieder einen Sieg feiern. Allerdings hat sich die prekäre Kadersituation nochmals verschlechtert. Linkshänder Maurice Kaufeld fällt aus gesundheitlichen Gründen auf unbestimmte Zeit aus. Und jetzt erwarten die Zweibrücker auch noch die Mannschaft, gegen die sie letzte Saison in beiden Spielen das Nachsehen hatte.

Nach der relativ klaren Angelegenheit gegen die HF Illtal , wo man erst in den letzten zehn Minuten den eigenen Rhythmus gefunden hatte, war die Partie in Mundenheim von Anfang an eine offene Partie. Dass man dann in den letzten paar Minuten hat abreißen lassen, ärgert die Jungs um Trainer Mirko Schwarz umso mehr. "Wenn man ein Spitzenspiel mit sieben Feldspielern über 50 Minuten bestreiten muss, kann man keine Wunderdinge von der Mannschaft erwarten", stellt sich Schwarz vor seine Truppe. Mit 6:6 Punkten ist die VTZ jetzt im Mittelfeld der Oberliga-RPS zu finden, was vor der Saison sicherlich nicht die Zielsetzung war.

Die SF Budenheim hingegen ist sehr gut in diese Saison gestartet und hat erst eine Niederlage hinnehmen müssen. Besonders eindrucksvoll war die Budenheimer Leistung gegen die HF Illtal , als sie zur Halbzeit bereits mit 15:8 im Auswärtsspiel vorne lagen. Mirko Schwarz weiß um die Stärken der Sportfreunde Budenheim: "Sie haben wirklich gute Spieler in ihren Reihen. Gerade im Rückraum haben sie mit Becker, Scheer und Nagel drei ganz starke Spieler, die im Eins-gegen-Eins kaum zu halten sind und auch sehr gut mit dem Kreisläufer zusammenspielen. Ihre aktuelle Platzierung überrascht mich von daher nicht." VT-Neuzugang Alexey Wetz ergänzt: "Sie haben eine sehr bewegliche und aggressive Abwehr und mit Christian Kosel einen klasse Keeper."

Auf die Frage, ob die SF Budenheim ein Angstgegner wäre, antwortet Schwarz: "Wir haben keine Angstgegner. Wir werden mit einer aggressiven Abwehr versuchen die Räume zu verdichten, um sie nicht in ihr Spiel kommen zu lassen. Im Angriff erwarte ich, dass wir dort hingehen, wo es wehtut. Deswegen müssen wir auch mal das nötige Risiko eingehen und schnell nach vorne spielen. Jeder muss über sich hinauswachsen und einfach wie gegen Mundenheim alles raushauen. Wenn uns das gelingt, bin ich durchaus positiv gestimmt, dass wir dieses Spiel zu unseren Gunsten gestalten werden." Auch Rückraumshooter Wetz zeigt sich trotz der durchaus schwierigen personellen Situation optimistisch: "Wir müssen von Anfang an mit voller Konzentration an die Partie gehen und jeder muss alles geben. Dann bin ich mir auch sicher, dass die zwei Punkte in Zweibrücken bleiben werden."