Harte Nuss für die Löwen

In höchsten Tönen lobt der Trainer des Handball-Drittligisten SV 64 Zweibrücken, Stefan Bullacher, den kommenden Gegner SG Nußdorf. Die A-Jugend der Löwen spielt erst am Sonntag gegen SG Pforzheim-Eutingen.

Mit der SG Nußloch gastiert am Samstagabend, 18 Uhr, eine der Topmannschaften der Südgruppe der 3. Handball-Bundesliga bei den Zweibrücker Löwen in der Westpfalzhalle. "Von allem, was ich bislang gesehen habe, verfügt diese Truppe über den besten Kader der Liga", hat SV-Trainer Stefan Bullacher allergrößten Respekt vor der Mannschaft seines Trainerkollegen Christian Job. "Sie sind auf allen Positionen doppelt gut besetzt", stellte Bullacher im Vorfeld der Begegnung heraus. "Ganz besonders stark ist aber deren Abwehrreihe. Kreisanspiele sind gegen diese Mannschaft so gut wie unmöglich".

Insofern verwundert es nicht, dass die SG Nußloch, die sich in der letzten Saison als Aufsteiger direkt die Vizemeisterschaft der 3. Liga sicherte, auch in dieser Saison wieder ganz vorne erwartet wird. Und das unabhängig vom Trainerwechsel. Für den langjährigen Coach Admir Kalabic, der zur TSG Haßloch wechselte, konnte mit Christian Job wiederum ein hervorragender Trainer verpflichtet werden. Erfolgreichste Torschützen in der bisherigen Drittligarunde sind Kevin Bitz, der auch schon in der Champions-League für die Rhein-Neckar-Löwen aufgelaufen war, und Kreisläufer Philipp Müller. Überhaupt sind in der Nußlocher Truppe alleine zwölf Spieler, die in ihrer Vita Bundesliga- oder Zweitligaeinsätze stehen haben. Mit derzeit 10:4 Punkten belegt die SG Nußloch auch nach dem siebten Spieltag wieder den zweiten Tabellenplatz hinter dem durchaus etwas überraschend ganz vorne stehenden Aufsteiger SG Oppenweiler/Backnang. In dieser Saison haben die Nußlocher eine deutliche Schlappe gegen den TV Hochdorf und eine ganz knappe Niederlage gegen den SV Salamander Kornwestheim kassiert. Dafür gewannen sie allerdings gegen den letztjährigen Meister SG Leutershausen und gegen die zweite Mannschaft der Rhein-Neckar-Löwen.

Eine enorm schwierige Aufgabe also für die 64er. Zudem war die Trainingssituation im Zweibrücker Lager in der letzten Woche nicht gerade optimal. Wegen Verletzungen und Krankheit verschiedener Spieler musste Stefan Bullacher das Dienstagstraining sogar auf den Donnerstag verlegen. Inwiefern am Samstagabend dann die Akteure wieder fit sind, konnte Bullacher vor dem Abschlusstraining am Freitagabend noch nicht sagen. Unabhängig davon werden die SVler aber ohnehin nur dann eine echte Siegchance haben, wenn sie leistungsmäßig an ihr oberstes Level herankommen können. Und wenn es ihnen endlich einmal gelingt, eine gute Leistung auch konsequent über 60 Minuten zu bringen.

A-Jugend gegen Pforzheim

An diesem Wochenende hat auch die männliche A-Jugend der Zweibrücker Löwen wieder ein Heimspiel, hofft dabei die Serie von zuletzt drei Siegen auch ausbauen zu können. Dabei wird es am Samstagabend allerdings keine "Doppelveranstaltung" mit dem Männerspiel geben. Die Zweibrücker Junglöwen empfangen vielmehr am Sonntagmittag um 16 Uhr den letztjährigen Meister der Südgruppe der JBLH, die SG Pforzheim-Eutingen. Somit ist dieses Spiel der Jugendbundesliga ein echtes Spitzenspiel, denn im bisherigen Saisonverlauf war es insbesondere die Mannschaft von Trainer Tony Hennersdorf, die zu überraschen und zu überzeugen wusste. Zwei Auswärtssiege sowie zwei Heimsiege gegen den Erstliganachwuchs FA Göppingens und der Rhein-Neckar-Löwen sind schon unter der Überschrift "erfolgreich erledigt" abgehakt. Das bedeutet derzeit den zweiten Tabellenplatz der JBLH mit 8:2 Punkten. Deshalb hoffen auch die Junglöwen am Sonntagmittag wieder auf eine lautstarke Unterstützung. Für das Helfer- und Aufbauteam der 64er bedeutet solch ein Spieltag doppelte Arbeit. Denn es muss unmittelbar nach dem Spiel die Banden in der Westpfalzhalle ab- und in der Ignaz-Roth-Halle wieder aufbauen. Treffpunkt der Helfer ist am Samstagvormittag um 11 Uhr.

Spielfrei haben an diesem Wochenende die Zweibrücker Handballfrauen in der RPS-Oberliga.