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Spitzenreiter TV Niederwürzbach eilt weiter von Sieg zu Sieg

Spitzenreiter TV Niederwürzbach eilt weiter von Sieg zu Sieg

Nach dem 39:24-Heimsieg gegen den HC St. Johann führt der TV Niederwürzbach die Handball-Saarlandliga weiter an. Wenn der TVN diese Position hält, wäre sogar der zweite Aufstieg in Folge möglich. Der TV Kirkel hingegen muss um den Ligaverbleib zittern.

Der TV Niederwürzbach fährt auch im Jahr 2016 Sieg um Sieg ein in der Handball-Saarlandliga. Am Samstag gewann die Mannschaft von Trainer Christian Schöller gegen den HC St. Johann klar mit 39:24 (17:13). Dadurch festigte der Aufsteiger seine Tabellenführung. Sollte der TVN auch am Ende der Saison ganz oben stehen, wäre er zur Aufstiegsrelegation zur RPS-Oberliga qualifiziert. Doch wollen die Würzbacher überhaupt aufsteigen? Abteilungsleiter Arno Gebhardt äußerte sich im Gespräch mit dem Saarländischen Rundfunk dazu eher defensiv: "Wir brauchen noch etwas Zeit, um wieder dieses Fundament zu schaffen, um überhaupt darüber nachzudenken, überregional wieder eine Rolle zu spielen."

Auf Nachfrage meinte Trainer Schöller: "Wir sind alle total überrascht, dass es so gut läuft. Ziel war es, möglichst schnell den Klassenverbleib zu sichern. Jetzt sieht es optimal für uns aus, aber der Weg ist noch weit. Wenn der Titel möglich ist, wollen wir ihn auch gewinnen. Wenn es weiter so gut läuft, müssen wir mit der Mannschaft reden, ob wir auch aufsteigen wollen."

Zum Auftakt in die Rückrunde der Saarlandliga empfing der TVN den HC St. Johann zu Hause in der Würzbachhalle. Gegen den Tabellenvorletzten tat sich der TVN in der ersten Hälfte schwer. Erst nach dem 6:6 zeigten die Gastgeber die gewohnte Dominanz vor den heimischen Fans. Niederwürzbach setzte sich Mitte der ersten Halbzeit etwas ab. Doch dem linken Rückraumspieler der Gäste wurde es immer wieder zu leicht gemacht, zum Abschluss zu kommen. Mit 17:13 wurden die Seiten gewechselt. Zu Beginn der zweiten Halbzeit erhöhte der TVN das Tempo. In der 44. Spielminute erzielte Thorsten Dillbaum beim 27:17 die erste Zehn-Tore-Führung. Das Angriffsspiel lief jetzt wie ein gut geöltes Uhrwerk. Die Gäste lieferten auch kaum noch Widerstand.

Mit hängenden Köpfen verließen die Spieler des TV Kirkel am Samstagabend das Feld in der Kirkeler Burghalle. Gerade hatten sie ihr Heimspiel vor 100 bitter enttäuschten Zuschauern gegen den Tabellenvorletzten HSG Ottweiler/Steinbach mit 20:24 (8:11) verloren. "Diese Niederlage tut natürlich doppelt weh, weil wir sie in eigener Halle gegen einen unmittelbaren Kontrahenten um den Klassenerhalt kassierten", sagt Kirkels Spielertrainer Mike White niedergeschlagen. Mit der Abwehrleistung seiner Mannschaft zeigte er sich noch einverstanden. Aber im Angriff haperte es beim TVK, der weiterhin die Rote Laterne. "Wir haben massenhaft gute Torchancen ausgelassen", beklagt White allein 20 verworfene Bälle, die seine Offensivspieler frei vor dem Tor der HSG vergaben. "Mit mehr Durchschlagskraft und Konzentration hätten wir diese Begegnung nie verloren."

Kirkel kam zwar in den ersten Minuten mit einer 2:0-Führung gut in die Partie, aber dann schlichen sich die ersten Fehler ein. Über 5:5 zogen die Gäste auf 7:5 vorbei. Kirkel verkürzte noch, aber dann lief gut zehn Minuten nichts mehr zusammen. Die HSG Ottweiler/Steinbach baute die Führung auf 11:6 aus. Kirkel verkürzte in den letzten Minuten der ersten Halbzeit mit zwei Treffern den Rückstand zum 8:11-Pausenstand. White: "Wir hatten uns für die zweite Halbzeit so viel vorgenommen. Aber es lief zunächst nicht viel zusammen." Ottweiler/Steinbach zog wieder auf 15:10 davon. Nach einer Auszeit lief es beim TV Kirkel aber wieder im Angriff. Das Team von Mike White kämpfte sich auf 16:17 wieder zurück. "Wir waren dran, aber wir kamen nicht mehr weiter nach vorne, weil wir im Verlauf des Spiels auch zu viele Zeitstrafen kassierten." Die HSG stemmte sich gegen die Angriffe der Kirkeler. Kurz vor Spielende lag der Gast immer noch mit 22:20 vorne. Kirkel resignierte und verlor mit 20:24 zwei wichtige Heimzähler im Kampf um den Ligaverbleib. White: "Wir stecken nun noch tiefer im Abstiegskampf. Aber wir haben überhaupt keinen Grund, zu schwarz zu sehen." Man habe erst das erste Spiel der Rückrunde abgegeben. "Es gibt noch genügend Partien, um Punkte für den Klassenerhalt sammeln zu können."

TVN-Tore: Johannes Leffer 10, Maxi Bölke 8, Thorsten Dillbaum 6/3, David Leffer 5, Sebastian Diener 3, Dominik Rauch 3, Fabian Germann 2, Thorsten Bas 2.

TVK-Tore: Michael Bauer 4, Jelle Van Donkersgoed 4, Marcel Brill 3, Frederic Simon 3, Robin Schweitzer 3, Christian Boscolo 2, Mike White 1.