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Fußball-Regionalliga Südwest: FC Homburg siegt 3:0 gegen Stuttgart II

Fußball-Regionalliga Südwest : FC Homburg klettert an die Tabellenspitze

Fußball-Regionalliga Südwest: Klarer 3:0-Heimerfolg vor 708 Zuschauern über den VfB Stuttgart II.

Dieser Start in die Regionalliga-Saison kann sich sehen lassen. 708 zugelassene Zuschauer im Homburger Waldstadion und rund 20 Zaungäste feierten ihren FC Homburg am Freitagabend nach dem 3:0-Heimsieg gegen die U21 des VfB Stuttgart. „Spitzenreiter, Spitzenreiter“, klang es von den Rängen. Die Grün-Weißen hatten sich nach einem überzeugenden Spiel gegen VfB Platz eins erobert.

„Insgesamt war das eine runde und gute Leistung meiner Mannschaft. Ohne Zweifel war der Sieg hochverdient“, sagte FCH-Coach Matthias Mink. Fußballerisch sei es in der zweiten Halbzeit eine Augenweide gewesen, was seine Spieler auf dem Rasen zeigten. Mink baute im ersten Heimspiel der Saison fast komplett auf die Erfolgself vom 2:1-Auftaktsieg in Gießen. Erwartungsgemäß rückte für Tim Stegerer, der wegen eines Bruchs der linken Mittelhand für mindestens zwei Wochen ausfällt, Luca Plattenhardt auf der defensiven rechten Außenseite nach.

Nicht unerwartet kam auch, dass sich die Stuttgarter nicht in der eigenen Hälfte versteckten, sondern munter mitspielten und die Homburger Defensive mehr forderten, als zuletzt der FC Gießen. Der VfB hatte durch Marco Palsalic (7.) auch die erste Möglichkeit der Begegnung. Homburgs Keeper David Salfeld wurde zum ersten mal geprüft. Es war eine der wenigen wirklich gefährlichen Torraumszenen in Hälfte eins. Beide Mannschaften standen sicher in der Defensive. In der 21. Minute konnte die Abwehr der Gäste vom Neckar aber dann einen guten Angriff der Grün-Weißen nicht entscheidend klären. Patrick Dulleck ließ sich nicht zweimal bitten, und brachte den Ball aus zwölf Metern unhaltbar für Torhüter Florian Schock (21.) zum 1:0 im Netz unter. Auch die nächste Möglichkeit hatte der FCH durch Marcel Carl, der aus 35 Metern fast den etwas weit vor seinem Kasten stehenden Schock (31.) überrascht hätte. Nur knapp strich der Ball über den Winkel. Acht Minuten später hätte Carl auf 2:0 erhöhen können, als er freistehend die Lederkugel über das Gehäuse drosch. Kurz vor der Pause tauchte auch der VfB nochmal gefährlich im FCH-Strafraum auf. Aber Nikos Zografakis schob den Ball quer am Tor vorbei.

Danach wurde das Mink-Team offensiv gefährlicher. Jannik Sommer verpasste eine Hereingabe (51.) nur knapp. Nur eine Minute später vergab Falko Michel den Ausgleich, als er am glänzend reagierenden Salfeld scheiterte. Vielleicht die Schlüsselszene der Partie, wie auch Mink später festhielt. „Da hatten wir viel Glück. Wir hätten wieder von vorne anfangen müssen.“ Nur 60 Sekunden nach dieser Szene hätte Dulleck nach einem Konter auf 2:0 erhöhen können. In der 57. Minute hatte er erneut das 2:0 auf dem Fuß, aber er schoss genau auf den VfB-Torhüter. Mink brachte neues Personal: Für Sommer durfte Philipp Hoffmann (62.) rein, für Philipp Schuck kam Neuzugang Marco Hingerl zu seinem ersten Punktspiel für den FCH.

Mit Hingerl und Hoffmann kam mehr Schwung ins Offensivspiel. Nach Zuspiel von Hingerl hatte Carl keine Mühe, den Ball (74.) mit seinem zweiten Saisontreffer zum vorentscheidenden 2:0 einzulochen. Stuttgarts Michel sah wegen Foulspiels (79.) Gelb-Rot. Dann zog Daniel Di Gregorio (80.) aus 18 Metern einfach ab. Sein von Dulleck abgefälschter Schuss landete zum 3:0 in den Maschen. „Ohne Zweifel ging der Sieg auch in der Höhe in Ordnung, Weil wir den Ball sehr gut laufen ließen und einige gute Möglichkeiten hatten“, meinte Di Gregorio. FCH-Einwechselspieler Marco Hingerl sprach von einer sehr guten Gesamtleistung der Homburger. „Klar will ich gerne schon in der Startelf stehen. Aber die Saison ist mit 42 Spielen auch sehr lang. Wir brauchen jeden Mann unseres Kaders.“ Mit seiner enagierten Leistung hat sich der Neuzugang, der zuletzt für Großaspach spielte, dafür erfolgreich beim Trainerteam beworben.

VfB-Trainer Frank Fahrenhorst gratulierte dem FCH zum Sieg. „Der war hochverdient, auch wenn wir mit einem möglichen 1:1 nochmals ins Spiel zurück gefunden hätten.“ Seine junge Mannschaft hätte Lehrgeld gezahlt. „Das wurde bei den Fehlern, die zu den ersten Gegentoren führten, sehr deutlich.“

Viel Zeit zum Feiern blieb dem FC Homburg indes nicht. Schon am Dienstag geht es für den neuen Spitzenreiter um 19.30 Uhr beim Aufsteiger Schott Mainz weiter.