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SG Rieschweiler unterliegt TuS Hohenecken, Trainer Hildebrandt angefressen

Fußball-Verbandsliga : SG Rieschweiler vollkommen von der Rolle

Nach zehn Minuten wirft der Verbandsligist all seine guten Vorsätze über Bord. 0:1-Niederlage im Heimmspiel gegen Hohenecken.

SG Rieschweiler – TuS Hohenecken 0:1 (0:1) Rieschweilers Spielertrainer Patrick Hildebrandt kauerte noch Minuten nach dem Abpfiff allein und kopfschüttelnd im Mittelkreis. „So kann man sich nicht präsentieren. Das geht gar nicht“, kritisierte der sichtlich angefressene Trainer seine Mannschaft. „Nur in den ersten zehn Minuten haben wir so gespielt, wie wir uns das vorgenommen haben. Dann waren wir zu weit weg, sind nicht in die Zweikämpfe gegangen und haben den Gegner spielen gelassen.“

Zu Beginn sah es gut aus. Die Rieschweiler griffen die Gegenspieler schon früh an und eroberten die Bälle. So kam nach drei Minuten Silas Brödel zur ersten Möglichkeit. „Man kann das zwar nicht die gesamte Spielzeit machen. Deshalb wollten wir uns ein wenig zurückziehen. Aber dann sind wir nicht mehr zurückgekommen“, analysierte Hildebrandt die Partie. Hohenecken nutzte die Zurückhaltung und spielte sich immer wieder in den Rieschweiler Strafraum durch.

In der 28. Minute schickte Marcel Walzer den überragenden Michael Müller in die Spitze. Müller legte den Ball zurück und Walzer erzielte das Tor des Tages. Zehn Minuten spät tauchte Walzer allein vor SGR-Torhüter Jan Ohle auf. Doch mit einer Fußabwehr verhinderte der er einen größeren Rückstand. Dazwischen verfehlte Marc Daniel Arzt bei einem Kopfball das TuS-Gehäuse. Nach der Pause hätte Sergen Tok binnen fünf Minuten das Spiel entscheiden können. Doch nach guten Doppelpässen verzog der Angreifer zweimal frei vor dem Torhüter. Einmal hatte Ohle keine Mühe, das Schüsschen abzuwehren. Der Torhüter schnappte in der 77. Minute Walzer den Ball von den Füßen, als dieser Ohle überspielen wollte.

Hohenecken war nach einer Stunde nicht mehr so zielstrebig. Doch Rieschweiler leistete sich beim Spielaufbau zu viele Fehler, um gefährlich in den Strafraum zu kommen. Lediglich bei Freistößen geriet das Tor in Gefahr. Doch dabei köpfte Pascal Frank (89.) nach einem Torwartfehler daneben und in der Nachspielzeit lenkte Philipp Heimler einen Freistoß von Sven Eric Mayer an die Latte. „Das wäre ein glücklicher Punkt gewesen, wenn da einer rein gegangen wäre“, erkannte Hildebrandt den Sieg der Gäste neidlos an.