Eine Niederlage, die Mut macht

Der Traum von der zweiten Pokalrunde ist für die Volleyballer vom SVK Blieskastel-Zweibrücken geplatzt. Drei starke Sätze reichten beim Ligakonkurrenten TV Limbach nicht aus. Am Ende musste sich das Team von Trainer Harald Wolter mit 2:3 geschlagen geben.

Zwischenzeitlich fehlten dem SVK nur zwei Pünktchen zum Weiterkommen. Beim 23:23 im dritten Durchgang stand das Pokalspiel zwischen den beiden Volleyball-Verbandsligisten aus Zweibrücken sowie vom TV Limbach auf des Messers Schneide. "Da war definitiv was drin. Schade, dass es am Ende nicht ganz gereicht hat", fuchste Wolter die knappe 2:3 (29:27/ 25:22/23:25/11:25/10:15)-Niederlage dann doch. "Leider fehlt uns noch ein klein wenig, der letzte Tick Cleverness, um dann auch den entscheidenden Schritt zu gehen."

Der Verbandsligist startete konzentriert in die Pokalpartie, zog den favorisierten Limbachern mit druckvollen Angaben, starken Annahmen und variablem Angriffsspiel im ersten Satz den Zahn. Dabei machte der SVK sogar einen 21:24-Rückstand wett. 29:27 ging der Durchgang an die Zweibrücker. Auch im zweiten Satz lieferten sich beide Teams ein Spiel auf Augenhöhe. Ein besonderes Lob sprach Harald Wolter dem kurzfristig eingesprungenen Michael Hoffmann aus. Er ersetzte den etatmäßigen SVK-Außenangreifer Waldemar Schill und machte seine Sache "richtig, richtig gut". Mit 25:22 schnappte sich der derzeit Siebte der Verbandsliga auch Satz Nummer zwei.

Musste der SVK im Dezember noch deutlich mit 1:3-Sätzen gegen den Tabellenzweiten die Segel streichen, präsentierte sich die Wolter-Truppe sehr viel gefestigter und gestaltete die Partie über weite Teile offen. "Bei uns zeigt die Leistungskurve klar nach oben, das stimmt mich zuversichtlich für die Abstiegsrunde", sagte der 51-Jährige, der sein Team im dritten Satz mit einem Bein in der nächsten Runde wähnte. 22:20 führte der SVK, schaffte es aber nicht, den Sack zuzumachen. Der TVL sicherte sich Durchgang drei mit 25:23 und dominierte danach das Geschehen. Ungenauigkeiten schlichen sich in das Spiel der Zweibrücker, die "einen echten Durchhänger" hatten und den vierten Satz deutlich mit 11:25 abgaben. Der Leistungseinbruch setzte sich zunächst auch im Tiebreak des Entscheidungssatzes fort. Schnell lagen Zweibrücker mit 1:6 hinten. Zwar kämpfte sich der SVK auf 7:8 heran, aber dann zog der Favorit über 7:11 wieder davon und sicherte sich mit 15:10 nicht nur den Satz, sondern auch den Einzug in die nächste Runde des Saarlandpokals.

Für Harald Wolter und den SVK Blieskastel-Zweibrücken gilt jetzt alle Konzentration dem Verbleib in der Volleyball-Verbandsliga. "Wenn wir an die Leistung gegen Limbach anknüpfen, muss uns in der Abstiegsrunde vor keiner Mannschaft bange sein." Diese beginnt am 31. Januar. Der genaue Spielplan steht allerdings noch nicht fest.