EHCZ muss Aufschwung nutzen

Versäumnisse aus der Vergangenheit aufzuholen, ist nicht einfach. Sie zu erkennen der erste Schritt. Dieser ist dem Eishockeyclub Zweibrücken im vergangenen Jahr schon mal gelungen. Nicht nur alle zwei Wochen sonntagabends ist auf und an der Eisfläche der Arena mächtig was los, wenn das Regionalligateam auf Punktejagd geht.

Auch dienstags und freitags in den Trainingseinheiten des Nachwuchses herrscht wieder großes Gewusel, wenn die Kleinen auf den Kufen übers Eis huschen.

Das war in den zurückliegenden Jahren nicht immer so. Doch der EHC hat erkannt, dass sich eine erfolgreiche erste Mannschaft und der Nachwuchs gegenseitig bedingen. Langfristig kann das Regionalligateam nur erfolgreich sein, wenn auch an der Basis gearbeitet wird, Talente nachrücken. Auf der anderen Seite ist es einfacher, kleine Sportler für Eishockey zu begeistern und die finanzielle Grundlage für nachhaltige Nachwuchsarbeit zu schaffen, wenn die erste Mannschaft Topleistungen zeigt, Vorbilder schafft.

Mit der bislang überragenden Runde - das Team von Trainer Richard Drewniak liegt kurz vor den Playoffs auf Rang zwei - sind dazu die besten Voraussetzungen geschaffen. Den Hype müssen die Hornets nutzen, um die große Lücke, die derzeit zwischen Nachwuchs und Aktiven klafft, zu schließen. Das geht nicht von heute auf morgen. Rund fünf bis sechs Jahre, so schätzt Drewniak, wird es dauern, bis die Nachwuchsarbeit im Hinblick auf die erste Mannschaft Früchte trägt. Die komplette A- bis C-Jugend ist derzeit unbesetzt. Doch, wenn nicht jetzt, wann dann ist der Moment, den Grundstein zu legen. Eishockey boomt in Zweibrücken . Die eingeführte Laufschule für Kinder zwischen drei und zehn Jahren musste auf eine weitere Trainingseinheit für die ersten Gehversuche auf dem Eis ausgebaut werden. Groß ist die Nachfrage. Zudem stehen diese Woche Gespräche über die mögliche Fortführung der Kooperation mit der IGS Contwig an. Mit der Erkenntnis, dass es lohnt, in den Nachwuchs zu investieren, hat der EHC den ersten wichtigen Schritt gemacht - doch der Weg ist noch lang. Er ist aber einer der wenigen unter den finaziellen Voraussetzungen, der gewährleistet, dass auch in Zukunft in Zweibrücken erfolgreich Eishockey gespielt werden kann.