1. Pfälzischer Merkur

Eishockey-Regionalliga: EHC Zweibrücken gewinnt gegen Pforzheim

Sieg zum Auftakt : „Hornets“ halten aufmüpfige „Bisons“ in Schach

Eishockey-Regionalligist EHC Zweibrücken startet mit einem Sieg in die neue Saison. Gegen Landesliga-Aufsteiger 1. CfR Pforzheim gewannen die Mannen von Trainer Ralf Wolf mit 5:3. Es war ein gelungener Auftakt – mit Schwächen.

Ralf Wolf klang glücklich an diesem Montagmittag.
Doppelt glücklich sogar. Denn zum einen hatte er vor wenigen Sekunden die Arbeit verlassen und freute sich auf seinen wohlverdienten Feierabend. Zum anderen stimmte ihn dieser alles in allem verdiente Auftaktsieg glücklich, der dem Eishockey-Regionalligisten EHC Zweibrücken einen Tag zuvor gelungen war: Mit 5:3 (1:0, 2:1, 2:2) hatten seine „Hornets“ gegen die durchaus aufmüpfigen „Bisons“ des 1. CfR Pforzheim gewonnen. 

Ein gelungener Start also, für den sich freilich auch Wolf als Trainer verantwortlich zeichnet. „Pforzheim war seit Mitte August auf dem Eis, wir seit drei Wochen – von daher war es eine respektable Leistung, auf der wir aufbauen können“, sagte der EHCZ-Trainer.

Es war zugleich aber auch ein eher typisches Auftaktspiel, in dem es in der einen oder anderen Minuten noch knatschte und holperte. „Was mir nicht gut gefallen hat, war die Chancenverwertung“, kritisierte Wolf etwa. Gleich drei Mal scheiterten seine Jungs an der Latte. Ein Chancenwucher, den ein besser besetztes Team womöglich bestraft hätte.

Doch freilich war auch nicht alles schlecht. Im Gegenteil. „Was mir gefallen hat, ist, dass wir wenige Strafzeiten hatten“, resümierte Wolf. Damit leisteten seine Jungs vorbildlich Dienst nach Vorschrift: Denn „ich wollte, dass wir diszipliniert auftreten, da die Überzahlsituationen in dieser Liga spielentscheidend sein können“, erklärte Wolf im Gespräch mit dem Merkur.

Und sobald sein Team dann doch mal mit einem Spieler weniger auf dem Eis stand, „haben wir ein gutes Penaltykilling“ gezeigt. In Unterzahl also sehr gut verteidigt. „Außerdem hat uns Steven Teucke mit tollen Paraden im Spiel gehalten “, lobte Wolf seinen Schlussmann. Gerade im zweiten Drittel, als die Hornets mit den schnellen Pforzheimer Außenspielern ihre liebe Mühe hatte, vereitelte Teucke die eine oder andere Chance der Gäste.

Teucke war aber nicht der einzige Spieler, der aus einer „guten Teamleistung“ ein wenig herausragte. So war Wolf auch von Neuzugang Joshua Mikes, dem drei Vorlagen gelangen, sehr angetan: „Joshua konnte sich immer wieder in den Eins-gegen-Eins-Duellen durchsetzen und seine Mitspieler in Szene bringen“, beobachtete Wolf.

Einer, der davon profitierte, war Angreifer Dan Radke. Ihm gelang kurz vor Ende des zweiten Drittels das 3:1. Fraglos ein wichtiger Treffer – denn nur wenige Minute zuvor hatte Pforzheim auf 2:1 verkürzt. Eine von vielen guten Aktionen im Spiel des Kanadiers. Wolf sprach von einem „Dan Radke in alter Manier“.

Auch mit der Atmosphäre auf den Rängen zeigte sich Wolf „ganz zufrieden“. 600 Fans waren bei der Ouvertüre vor Ort. Und damit circa 200 mehr als in den Testspielen zuvor. „Die Stimmung war gut, obwohl noch Luft nach oben ist“, sagte Wolf. Genau wie bei seinen Spielern also.

 Die Zweibrücker bereiten einen Angriff vor.
Die Zweibrücker bereiten einen Angriff vor. Foto: Chris Buech

Doch für Wolf zählte „unter dem Strich“ nur eines: „Wir sind wir
unserer Favoritenrolle gerecht geworden.“ Was ihm dann auch einen glücklichen Start in die Woche bescherte. Und einen entspannten Feierabend. Am Sonntag geht es gegen die Eisbären Heilbronn.