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Handballer vom SV 64 Zweibrücken müssen drei Mal in Folge auswärts ran

3. Handball-Bundesliga : Löwen auf der Jagd in fremdem Terrain

Drei Mal in Folge müssen die Handballer vom SV 64 Zweibrücken in den kommenden Wochen auswärts ran. Am Samstag zunächst bei der SG Pforzheim/Eutingen. Die Löwen fahren nach zwei Siegen mit Rückenwind nach Baden-Württemberg – bangen aber um Abwehrchef Tom Grieser.

Für die Männer vom SV 64 Zweibrücken beginnen am Samstag die Auswärtswochen in der 3.Handball-Bundesliga. Die Löwen treten in den nächsten vier Wochen drei Mal in Folge in fremden Hallen an. Den Anfang macht das Team von SV-Trainer Stefan Bullacher am Samstag um 20 Uhr in der Bertha-Benz-Halle in Pforzheim. Gegner ist die die SG Pforzheim/Eutingen.

Die Baden-Württemberger, die im letzten Jahr in die 3. Liga aufgestiegen sind haben als Liganeuling in der vergangenen Saison – wie auch der SV 64 Zweibrücken – für ordentlich Furore gesorgt. Die Pforzheimer schnitten sogar noch ein bisschen besser ab als die Rosenstädter. Während die 64er die als Pokalrunde ausgetragene Saison in ihrer Staffel auf Platz zwei abschlossen, gewann die Mannschaft von SG-Trainer Alexander Lipps alle ihre Spiele. Wie der SV 64 löste das Team aus der Goldstadt damit das Ticket für den DHB-Pokal. Gegen den Altmeister und heutigen Zweitligisten VFL Gummersbach zeigten die Pforzheimer eine starke Leistung und unterlagen angesichts des Ligenunterschieds nur knapp mit 20:25.

In dieser Saison war das Glück aber noch nicht so ganz auf der Seite der Pforzheimer. Nach einem deutlichen Sieg gegen Großsachsen trennten sich die Baden-Württemberger mit einem Unentschieden von der HG Saarlouis und unterlagen am letzten Spieltag bei der TSG Haßloch knapp mit einem Tor. Gegen die TSG hatten die Zweibrücker zuvor zu Hause mit 30:27 gewonnen. Und auch in der Tabelle haben die Löwen auf Platz fünf die Nase vor den siebtplatzierten Pforzheimern. Ein Fingerzeig vor der anstehenden Partie, sei das keineswegs, warnt Bullacher.

„Pforzheim gehört in unserer Staffel zu den Top-Mannschaften. Der Punktestand von 3:3 ist nur eine Momentaufnahme, die nach drei Spieltagen sowieso keine Aussagekraft besitzt. Bei der SG wird hervorragende Jugendarbeit geleistet, kombiniert mit großem Sachverstand bei der Kaderplanung“, lobt der SV-Trainer den kommenden Gegner. Der hat nämlich Spieler in seinen Reihen, die den Löwen in Sachen Erfahrung im Profibereich so einiges voraus haben. Neben Torhüter Bastian Rutschmann, der bei Frisch Auf Göppingen, Balingen, bei den Rhein Neckar Löwen, TVB Stuttgart und beim Bergischen HC über zehn Jahre in der ersten Bundesliga spielte, waren auch Tim Ganz (Rhein Neckar Löwen) und Pascal Kirchenbauer (Eulen Ludwigshafen) bereits in der Beletage des Deutschen Handballs im Einsatz. Ein großes Talent, das diesen Weg noch vor sich hat, ist Rückraumschütze Nico Schöttle. Der frisch gebackene U19-Europameister, hat seit diesem Jahr einen Vertrag beim Erstligisten TBV Stuttgart, spielt aber weiter mit einem Doppelspielrecht für die SG. Mit seiner Größe von zwei Metern ist der Rückraumlinke brandgefährlich und wird für die Abwehr der Rosenstädter eine große Herausforderung. Zusammen mit Tom Schlögl und Spielmacher Julian Broschwitz bildet er eine Rückraumachse, die nur schwer zu verteidigen ist.

Die Männer des SV 64 Zweibrücken haben durch ihre beiden Siege gegen die TSG Haßloch und die SG Oftersheim/Schwetzingen aber ihrerseits mächtig Rückenwind bekommen – und gehen voller Selbstbewusstsein in die Partie. Allerdings steht hinter dem Einsatz von Abwehrchef Tom Grieser noch ein Fragezeichen. Den 22-Jährigen, der sich zuletzt Bestnoten verdiente, plagen hartnäckige Leistenprobleme. Über einen Einsatz wird erst am Spieltag entschieden.

Für Löwen-Fans, die die Mannschaft beim Auswärtsspiel begleiten wollen, stehen an der Abendkasse in Pforzheim ausreichend Tickets zur Verfügung. Durch die neue Corona-Verordnung kann die Halle unter Berücksichtigung der Hygienevorschriften voll ausgelastet werden.