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Katharina Hobgarski aus Haupersweiler gewinnt Tennis-Open von St. Wendel

Tennis Open : Aller guten Dinge sind vier

Heimsieg für Katharina Hobgarski: Die 22-Jährige aus Haupersweiler hat am Sonntag bei den St. Wendel Open ihren vierten Erfolg gefeiert. Als Nächstes steht nun das WTA-Turnier in Luxemburg auf dem Kalender.

Vierte Teilnahme, vierter Sieg – aber so knapp war es noch nie bei den Tennis-Open in St. Wendel für die turmhohe Favoritin Katharina Hobgarski aus Haupersweiler. Erstmals verlor die 22-Jährige bei dem Ranglisten-Turnier auf der Anlage des TC Blau-Weiß einen Satz, mit 6:4, 3:6 und 6:2 behielt sie im Finale gegen Luisa Meyer auf der Heide (TC Halle) aber dennoch die Oberhand.

„Luisa hat es mir im zweiten Satz sehr schwer gemacht. Der Spielverlauf war insgesamt enger, als es das Ergebnis aussagt“, meinte Hobgarski nach dem Match. Ihre 17-jährige Gegnerin, an Nummer fünf gesetzt, hatte sich im Halbfinale überraschend gegen die an Nummer zwei gesetzte Antonia Schmidt (Vaihingen) durchsetzen können.

Das Finale schien zunächst eine klare Sache zu werden. 5:2 lag Hobgarski im ersten Satz bereits vorne, ihre Gegnerin fand zunächst kein Mittel gegen die knallharte Longline-Rückhand der Lokalmatadorin. Plötzlich wurde Meyer auf der Heide dann aber immer sicherer – und nahm im achten Spiel Hobgarski den Aufschlag ab. Beim Spielstand von 4:5 war sie sogar nahe am 5:5 dran, doch zwei Bälle landeten knapp hinter der Linie – und Hobgarski sicherte sich Satz eins mit 6:4.

Im zweiten Satz verlor Hobgarski nach dem 2:2 ihren Aufschlag, Meyer auf der Heide ging mit 3:2 in Führung und spielte nun immer mutiger. Dagegen gelang der Abonnementssiegerin bei ihrem Heimspiel nun wenig. Die Folge: Meyer auf der Heide holte sich den zweiten Satz klar mit 6:3. Darüber wunderten sich auch die mehr als 150 Tennisfreunde, die das spannende Endspiel verfolgten.

Doch im dritten Satz drehte sich das Spiel erneut. Meyer auf der Heide  schlug nach längeren Ballwechseln mehrfach die Filzkugel ins Aus – und Hobgarski ging mit 3:1 in Führung. Zudem nutzte die Favoritin den deutlich schwächer werdenden Aufschlag ihrer Gegnerin aus, setzte sie postwendend unter Druck und bereitete mit optimalem Stellungsspiel ihre Schläge vor. Nach der 4:2-Führung war sie nicht mehr zu stoppen und gewann den Satz klar mit 6:2.

Die Freude über den Sieg wurde nur leicht gedämpft. „Eigentlich fühle ich mich durch die vielen Flüge in den vergangenen Wochen ein bisschen schlapp und müde“, sagte Hobgarski. Kürzlich war sie erstmals in der Qualifikation der US-Open am Start, beim ITF-Turnier in Meitar (Israel) unterlag sie Mitte September erst im Finale der Dänin Clara Tauson. Ab 14. Oktober steht nun der Start beim WTA-Turnier in Luxemburg auf dem Programm. Ihre Gegnerin Meyer auf der Heide war trotz der Finalniederlage happy: „Ich bin einfach froh, dass ich mit einer super Spielerin wie Katharina mithalten konnte. Am Ende hat sie dann nochmal viel besser gespielt als ich“.

Im Herren-Endspiel standen sich danach wie erwartet mit Nicolas Walterscheid-Tukic und dem Syrer Hasem Naow (THC Köln) die beiden Favoriten gegenüber. „Wir kommen beide aus Köln und kennen uns gut“, meinte Naow, der vor zwei Jahren mit seinem Bruder nach Deutschland kam. Walterscheid-Tukic (Marienburger SC) schaltete auf seinem Weg ins Finale die Saarländer Moritz Pfaff (TC Rotenbühl) und Lars Johann (TZ Sulzbachtal) aus. Im Endspiel lag er schnell mit 5:2 vorne, ehe Naow aufdrehte und den ersten Satz mit 7:5 gewann. Satz zwei ging mit 6:3 ebenfalls an den Syrer.