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RFV Dudweiler richtete saarländische Mannschafts-Meisterschaft im Spring- und Dressur-Reiten aus

Reit-Saarlandmeiserschaft in Dudweiler : Wenn es gelingt, am Tag X tatsächlich die Bestleistung abzurufen

Der Reit- und Fahrverein Dudweiler hat die saarländische Mannschafts-Meisterschaft im Spring- und Dressur-Reiten ausgerichtet.

Auf der Anlage des Reit- und Fahrvereins (RFV) Dudweiler-Sulzbachtal herrschte reges Treiben – mal wieder. Denn zwei Wochen zuvor war es hier bei den traditionellen Dudweiler Reitertagen hoch hergegangen. Bei den saarländischen Mannschaftsmeisterschaften fiel der Zuspruch noch größer aus. Hunderte Schaulustige fanden sich bei sonnigen, aber nicht zu heißen Bedingungen am Reitplatz ein, um dem Höhepunkt beizuwohnen. Von den 32 Paaren im L-Springen bekamen die Besucher manch fehlerfreien Ritt über die zwölf Hindernisse zu sehen – und zudem eine Wachablösung.

Das Quartett der RFG Gerensrech Altforweiler saß in Dudweiler sicher im Sattel und holte sich in der Besetzung Nina Ludwigs, Corinna Rupp, Armin Bentrop und Dirk Eichhorn den im Jahr 2018 an den RFV Neunkirchen-City verlorenen Titel zurück. Der Titelverteidiger mit Stephanie Linn, Beate Schmitt, Kathrin Heu und Joachim Specht folgte als Zweiter. Rang drei ging an den TRV Heiligenwald.

Im A-Springen hatte zuvor der RFV Losheim das Rennen gemacht: Tamina Klein, Jule Nigge, Christina Gornik und Detlef Jager gaben sich mit ihren Pferden keine Blöße und siegten vor der RFG Gerensrech Altforweiler und der RSG Lachenhof.

Am Vortag hatten die Dressur-Mannschaften in der Reithalle mit einer A- und einer L-Prüfung ihren Wettbewerb eröffnet. Am Sonntag durfte nach den Pas-de-Deux-Küren in beiden Klassen der Vorjahressieger jubeln: Die RSG Berghof-Einöd wiederholte ihren Triumph von Heiligenwald in souveräner Manier – trotz ganz neuer Formation. Denn von den Saarlandmeistern aus dem Jahr 2018 war nur noch Emma Agne als Mannschaftsführerin dabei.

„Wir können zufrieden sein mit unseren Pferden und den Ritten. Die Mannschaft setzt sich gegenüber dem Titel im Vorjahr komplett neu zusammen – wir sind aber ein tolles Team. Die Titelverteidigung war unsere Mission“, sagte Jennifer Reitnauer. Die 24-Jährige ist der Routinier in der jungen Einöder Equipe. Ihre Mitstreiterinnen Franziska Kruber, Lisann Braun und Lucienne Bill sind alle unter 18 Jahren. Gemeinsam verwiesen sie nach zwei Prüfungen pro Reiter mit 60,2 Punkten den RV Birkenhof Ostertal mit 58,1 Zählern und den RFV Limbach mit 57,0 Punkten auf die Plätze.

„Unsere Trainer haben uns sehr gut vorbereitet. Zudem waren die Pferde gut drauf, und es ist allen gelungen, am Tag X tatsächlich die Bestleistung abzurufen“, lobte Reitnauer, die am Samstag auf ihrem Pferd „Fürstin Piccolina“ mit 7,1 Zählern die zweitbeste L-Dressur hinter ihrer Mannschaftskollegin Bill auf „Don’t Worry“, die auf 7,2 Zähler kam, hingelegt hatte. Im Pas de Deux lieferten beide zusammen mit 8,0 den Bestwert. Dasselbe Ergebnis verbuchten Kruber und Braun auf A-Niveau, womit nur Limbachs Annika Scheidhauer und Hannah Dinger auf „Elliot“ und „Tuman“ mit 8,1 Punkten einen Tick besser waren.

Für die Dressur-Mannschaft von Gastgeber RFV Dudweiler-Sulzbachtal endete der erste Meisterschaftsstart überhaupt mit 53 Zählern und Rang fünf unter sechs Vereinen. Lena Haupenthal, die seit 15 Jahren in Dudweiler reitet, sah eine gelungene Premiere: „Wir haben ja in erster Linie mitgemacht, weil es unser Heimwettkampf ist. Die Vorbereitung und das Einüben der Choreographien waren ziemlich aufwendig. Sportlich hätte es vielleicht auch etwas besser laufen können – aber es hat viel Spaß gemacht. Ich denke, wir werden das auch nochmal wiederholen.“

Die Titelkämpfe an sich wertete Anne-Sophie Bastian als Erfolg. „So ein Turnier macht im Vorfeld immer viel Arbeit. Für uns war es jetzt sogar das zweite in zwei Wochen. Ein großes Lob geht daher an alle Mitglieder, die kurz nacheinander zwei Wochenenden geopfert und toll mit angepackt haben. Wenn man sich mal umschaut: Hier ist ja richtig was los – da hat sich der Aufwand gelohnt“, zog die Stall- und Futterwartin des RFV Dudweiler-Sulzbachtal ein positives Fazit.