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In der Handball-Saarlandliga ist die SGH St. Ingbert dominant.

Handball-Saarlandliga : Mit neuer Stabilität in die Saison

In der Handball-Saarlandliga ist die SGH St. Ingbert dominant. Der TV Homburg erobert unterdessen die Tabellenführung.

Die SGH St. Ingbert hat sich auch im zweiten Heimspiel in der Handball-Saarlandliga keine Blöße gegeben. Am Samstag dominierte sie vor 70 Zuschauern die HSG Nordsaar. Besonders in der Anfangsphase tat das seit Saisonbeginn in der Ingobertushalle herrschende Harzverbot der Qualität des Spiels keinen Gefallen. Nordsaar spielte sehr unsicher, leistete sich viele, technische Unsauberkeiten und konnte kaum Spielfluss aufbauen. Häufig blieben Abschlüsse im von Spielertrainer Martin Rokay koordinierten Mittelblock oder am über 60 Minuten sehr stark agierenden Jens Weißmann im Tor hängen.

Die Gastgeber waren nach einer kleinen Findungsphase spielerisch deutlich überlegen und konnten sich folgerichtig nach 14 Minuten durch Rückraumspieler Michael Bauer (10 Tore) auf 7:2 absetzen. Nur zwei Minuten später taten sie auch etwas für den Genießer von spielerischen Leckerbissen. Ein punktgenaues Anspiel von Spielmacher Philip Forster verwertete Linksaußen Hendrik Rolshausen per Kempa-Trick mit einem Aufsetzer zum 9:3. Erst mit der Hereinname von Kreisläufer Manuel Schmitt fand Nordsaar besser in die Partie. Doch am Spielverlauf sollte das auch nichts mehr maßgeblich ändern. Wann immer die Gäste etwas näher herankamen, fand St. Ingbert die richtige Antwort. Lässig ließ beispielsweise Rolshausen einen etwas optimistischen Gegenstoß-Pass von Weißmann nach 40 Minuten im Stile eines Volleyballers von seiner Hand abklatschen und erzielte so das 23:16.

„Im Angriff haben wir nicht allzu viel geändert. Die Abwehr ist ein bisschen umstrukturiert worden. Wir spielen da ein anderes System“, erörtert Kreisläufer Fabian Abel die offensichtlich wirksamen, taktischen Vorgaben ihres neuen Trainers. Konkret heißt das: „Früher haben wir viel mit einem Doppelblock gearbeitet. Martin will, dass wir mehr rausgehen sollen und weiter vorne den Kontakt suchen. Wir haben eine ganz andere Aggressivität in der Abwehr.“ Das sei, so der Kreisläufer, Teil des Plans des ehemaligen Regionalliga-Spielers. „Er will, dass wir immer 110 Prozent geben. Wenn wir im Training nur einmal 90 Prozent geben, gibt’s schon mal einen Spruch“, erzählt er lachend.

Durch den in dieser Höhe verdienten 34:27-Heimsieg hat St. Ingbert seine Qualität bestätigt. „Wir können jeden schlagen und wollen oben mitspielen. Aber wenn Einzelspieler nicht funktionieren, hat man schnell einen schwarzen Tag erwischt. Ich hoffe, dass alle fit bleiben“, meint Abel, der den Erfolg aber nicht überbewerten möchte: „Ich glaube, dass das im Rückspiel mit Harz eine ganz andere Sache wird.“

Ohne Chance blieb der TV Niederwürzbach im Auswärtsspiel in der Rastbachtalhalle in Saarbrücken bei Vize-Meister HSG TVA/ATSV Saarbrücken. Er verlor am Samstagabend 19:36 (7:19). Bester Torschütze des TVN war Philipp Leffer (Rückraum Mitte), der vier Mal traf.

Mit 8:0 Punkten an der Spitze der Saarlandliga steht inzwischen alleine der TV Homburg. Nach seinem 26:21-Heimsieg über die HSG Fraulautern-Überherrn am Samstag ist der TVH die einzige Mannschaft der Spielklasse ohne Niederlage. Mit neun erfolgreichen Abschlüssen war erneut David Szilagyi (Rückraum links) bester Schütze seiner Mannschaft.

Die SG Ommersheim/Aßweiler legte gegen die HSG Dudweiler-Fischbach einen Fehlstart hin und geriet in nur neun Minuten 1:8 in Rückstand. Auch neun Treffer ihres Rückraumspielers Florian Caprano konnten die 26:35-Niederlage in der Sporthalle Dudweiler nicht abwenden.