Handball-Saarlandliga: HSG Nordsaar schlägt Saarbrücken zum Saisonauftakt

Handball-Saarlandliga : HSG Nordsaar startet wie entfesselt

Handball-Saarlandligist HSG Nordsaar hat gleich zu Saisonbeginn ein Ausrufezeichen gesetzt: Gegen den letztjährigen Vizemeister HSG Saarbrücken gab es nach einer starken Vorstellung einen klaren 29:22-Sieg.

Topstart für Handball-Saarlandligist HSG Nordsaar in die neue Saison. Vor 250 Zuschauern gelang dem Team des Trainergespanns Krzystof Wroblewski/Marco Heidemann am Samstag ein 29:22 (17:11)-Heimsieg in der Marpinger Sporthalle über den letztjährigen Vizemeister HSG Saarbrücken.

Nach dem Abpfiff kam Übungsleiter Wroblewski aus dem Schwärmen nicht mehr raus. „Wir haben ein super Spiel gezeigt“, fasste er die Präsentation seines Teams zusammen. Für Gästespieler Andreas Birk kam der starke Auftritt der HSG nicht von ungefähr. „Nordsaar und Homburg sind für mich die Favoriten auf den Meistertitel“, sagte Birk. Bis zum Zwischenstand von 6:6 (10. Minute) hielt sein Team mit, ehe Nordsaar ihr gut strukturiertes Angriffsspiel immer deutlicher durchsetzen konnte.

Neuzugang Sebastian Hoffmann zog in der Rückraummitte geschickt die Fäden und traf zur 7:6-Führung. „Er hat klug Regie geführt, Michael Paschke muss das nicht mehr alleine machen“, freute sich Wroblewski über die Verstärkung. Hoffmann war im Sommer von Oberligist HF Illtal zu seinem alten Verein zurückgekehrt. Mitgebracht hat er zudem seinen langjährigen Weggefährten Oliver Zeitz, den Wroblewski auf zwei Positionen einsetzte. „Er kann im Rückraum und auf der Außenposition spielen, für ihn ist das kein Problem“, befand der Übungsleiter.

Noch treffsicherer als das neue Duo agierte Rechtsaußen Torsten Zimmer bei seinem Comeback. Der Linkshänder, der in den vergangenen Jahren für das Reserveteam auflief, wird nun wieder fest in er ersten Mannschaft spielen. Er baute den Vorsprung mit zwei Toren auf 9:6 aus, und Kreisläufer Joshua Wolf legte das 10:6 (15. Minute) nach.

Zwischen den Pfosten vereitelte der überragende Schlussmann Sven Guthörl mehrere gute Möglichkeiten der Gäste. „Bei uns hat in dieser Phase nichts geklappt“, haderte Saarbrückens Trainer Birk. Mit einer verdienten 17:11-Führung ging Nordsaar in die Halbzeitpause. „Nach dem Seitenwechsel haben wir dann eine überragende Leistung in der Abwehr gezeigt“, lobte Wroblewski.

Binnen 20 Minuten rutschten nur vier Gegentreffer durch. Beim Spielstand von 25:15 (50. Minute) war das Ding längst gelaufen. „Im Angriff waren wir effektiv und haben nie an Tempo verloren, weil wir eine gute Ersatzbank haben“, sagte der HSG-Trainer. In der Schlussphase schafften es die Saarbrücker immerhin, eine Niederlage mit zweistelliger Tordifferenz abzuwenden.

Mit dem 29:22-Heimerfolg zum Auftakt war der HSG-Coach dennoch hochzufrieden. „Die Mannschaft ist selbstbewusst, aber die Saison wird hart. Sechs Teams können in der Liga ganz vorne mitspielen“, blickte Wroblewski voraus. Sein Kollege Birk sah die Niederlage völlig entspannt: „Bei Nordsaar zu verlieren, ist für uns kein Beinbruch“.

Für Nordsaar geht es am kommenden Samstag, 18 Uhr, mit der Auswärtspartie beim HSV Merzig-Hilbringen weiter. Die HSG Saarbrücken empfängt am Samstag, 19.20 Uhr, den Neuling SG Ommershein-Assweiler.

Die Tore für die HSG Nordsaar: Torsten Zimmer 7, Sebastian Hoffmann 6/2, Jan Böing, Oliver Zeitz je 4, Joshua Wolf 3, Jan Hippchen, Sebastian Stoll je 2, Manuel Schmitt 1.