Handball-Saarlandliga: SGH St. Ingbert peilt vordere Plätze an

Handball-Saarlandliga : Neuer Trainer, neues Glück für die SGH?

Mit neuem Coach und Verstärkungen nehmen die St. Ingberter Handballer die vorderen Plätze der Saarlandliga ins Visier.

Am 14. Mai stellte die SGH St. Ingbert ihren neuen Trainer vor. Mit dem Regionalliga-erfahrenen Martin Rokay, vormals Spielertrainer des HC Schmelz, möchte der Klub den siebten Platz aus dem Vorjahr übertrumpfen und die vorderen Plätze der Handball-Saarlandliga ins Visier nehmen. Auch, wenn es knapp drei Wochen vor Saisonstart noch ein paar Baustellen gibt.

„Der erste Eindruck ist durchaus positiv. Ich bin auf jeden Fall zufrieden mit den Spielern und auch mit den Neuzugängen“, zieht der Neu-Übungsleiter Fazit. Den Kader verstärken Julien Santarini (Tor) und Thomas Zellmer (Rechter Rückraum). Beide kamen vom SV 64 Zweibrücken aus der RPS-Oberliga. Zusätzlich rücken Karsten Roser (Kreis) und Simon Scheller (Außen, Kreis) aus der zweiten Mannschaft auf. „Auch die Vorbereitung und die Testspiele verliefen auch zufriedenstellend“, meint Rokay weiter. Bis dato spielte und stimmte sich die SGH gegen den TV Kirkel, den HWE Homburg und den HC Schmelz aus der Verbands- und den HC Dillingen/Diefflen und die HSG Kastellaun/Simmern aus der Oberliga ein.

So weit, so gut. Kündigten sich nicht jetzt schon Probleme an, die auch schon Teile der vergangenen Spielzeit bestimmten. „Die Kader-Breite im Rückraum ist das Problem“, umreißt Rokay die derzeitige Situation. Konkret stellt sie sich so dar: Spielmacher und Mittelblock-Abwehrspieler Philip Forster konnte aufgrund von Rückenbeschwerden nur bedingt an der Vorbereitung teilnehmen. Dem Rückraum- und Kreisspieler Juraj Urban, der allein dank der Mischung aus Körperlänge von rund zwei Metern und enormer Wurfkraft gerade offensiv eine „Waffe“ sein kann, droht aufgrund einer Knieverletzung eine längere Pause. Außerdem ist Routinier Jaroslav Dobrovodsky nicht mehr dabei. Von dem Routinier, der in der Vorsaison noch eine wichtige Rolle auf dem rechten Rückraum einnahm, hat sich der Verein getrennt. „Seine Trainingsbeteiligung hat nicht meinen Vorstellungen entsprochen“, berichtet der Cheftrainer. „Wir wollen schauen, dass wir uns vielleicht noch mit einem Rückraumspieler verstärken. Aber es gibt noch nichts Konkretes.“

Von ihrem Weg möchten sich die St. Ingberter aber nicht abbringen lassen. Rokay: „Wir haben Qualität im Kader. Wir konnten uns durchaus in der Abwehr verbessern und auch im Angriff bisschen was erarbeiten. Unter den ersten Fünf wollen wir schon stehen.“ Zum Saisonauftakt trifft die SGH St. Ingbert am ersten, offiziellen Spielwochenende (31. August und 1. September) auf den Oberliga-Absteiger TV Homburg, der von vielen als einer der stärksten Titelanwärter gehandelt wird. Ein endgültiger Spielplan lag bei Redaktionsschluss nicht vor.

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