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Handball-Saarlandliga
Die Handball-Saarlandliga startet

Wer folgt auf den Meister der vergangenen Saison? Im vergangenen Jahr feierte die HWE Homburg den Titel, die nun als TV Homburg in der Handball-Oberliga antritt.
Wer folgt auf den Meister der vergangenen Saison? Im vergangenen Jahr feierte die HWE Homburg den Titel, die nun als TV Homburg in der Handball-Oberliga antritt. FOTO: Hagen / Markus Hagen
Saarbrücken/Merzig. Die Handball-Saarlandliga 2018/2019: Eine Geschichte von drei Favoriten, einem ausgeglichenen Mittelfeld und Aufsteigern, die vor einer schwierigen Aufgabe stehen Von Lucas Jost

Sie haben einen Durchmesser von rund 20 Zentimetern. Sie sind fast 500 Gramm schwer. Und sie erreichen Geschwindigkeiten von über 100 Kilometern pro Stunde. Ab Samstag fliegen sie endlich wieder: die Bälle der Handball-Saarlandliga. „Ich bin heiß, richtig heiß auf die Saison“, steigt auch bei Jonas Denk die Vorfreude auf die Saison, die mit der Partie zwischen dem HSV Merzig/Hilbringen und der HSG Nordsaar (18 Uhr, Thielsparkhalle Merzig) beginnt. Für Denk beginnt am Wochenende die erste Spielzeit als Übungsleiter einer Aktiven-Mannschaft. Mit dem TV Merchweiler trifft er am Sonntag um 18 Uhr zu Hause auf den HC Schmelz im Duell der Klubs, die vergangenes Jahr gerade so nicht abgestiegen sind.


„Ich muss gestehen, ich kenne die Saarlandliga relativ wenig“, sagt der 29-Jährige, der in den vergangenen Jahren beim SV 64 Zweibrücken in Ober- und dritter Liga gespielt hat. „Ich finde, dass wir eine sehr eingespielte Mannschaft haben. Bei Merchweiler war es in den letzten Jahren relativ eng. Ich sehe uns schon im Mittelfeld“, meint er. Dort werden die Panther voraussichtlich eine Menge Konkurrenz haben. „Oben werden sich vielleicht drei Mannschaften um den ersten Platz streiten. Ansonsten kann da jeder jeden schlagen, da kommt es auf die Tagesform an. Die Leistungsdichte ist, finde ich, sehr eng dieses Jahr“, schätzt Christian Mühler.

Der Trainer des Verbandsliga-Meisters und Aufsteigers HSG Dudweiler/Fischbach prognostiziert eine sehr ausgeglichene Liga. Mannschaften wie der TuS Brotdorf, die HSG Nordsaar und die SGH St. Ingbert verfügen grundsätzlich über die nötige Spielstärke, um gegen alle anderen Mannschaften bestehen zu können. Die Frage ist, ob sie diese Leistungen konstant abrufen können. „Wundertüten“ wie die HG Saarlouis II und der SV 64 Zweibrücken II dürfen je nach Kader-Aufstellung auch nicht unterschätzt werden. Beim TV Niederwürzbach wird sich zeigen, wie er den Umbruch und den Abgang einiger Leistungsträger verkraftet hat. In Anbetracht dieses breiten Mittelfelds bleibt für Mühlers Mannschaft die Zielsetzung eindeutig: „Als Aufsteiger ist das Ziel, erstmal nicht abzusteigen. Ich denke, dass wir das Potenzial haben, das zu erreichen. Aber sichere Punkte gibt es in keinem Spiel“, verrät er. Seine Einschätzung zeigt, dass es für die Mit-Aufsteiger entsprechend noch schwieriger wird.



Für den TuS Elm/Sprengen oder die HSG Fraulautern/Überherrn, die gar nur als Fünfter der Verbandsliga den Sprung in die Saarlandliga geschafft haben, kann jeder Punkt gegen einen drohenden Abstieg entscheidend sein.

Begibt man sich nun an das andere Ende der Tabelle, fallen bei Zuschauern, Spielern und Verantwortlichen immer wieder drei Namen: Der HC Dillingen/Diefflen, der mit Pascal Simon von der HSG Völklingen eine massive Verstärkung bekommen hat, der besonders die Abwehrreihe des HC noch mehr verdichten wird. Die HSG TVA/ATSV Saarbrücken, die sich in den vergangenen Jahren mit gnadenlosem Tempohandball vom Favoritenschreck zu einem Titelkandidaten gearbeitet hat. Und der HSV Merzig/Hilbringen, der seit dem Abstieg aus der Oberliga per se zu den stärksten Mannschaften der Liga gehört und dieses Jahr nochmal breiter aufgestellt sein wird als beim Vize-Titel vergangenes Jahr. Unter anderem mit Dominik Schwindling (Tor), Philipp Henkel (Rechter Rückraum, beide TV Merchweiler) und dem erfahrenen Kreisläufer Markus Erschens (HBC Schifflange) hat Merzig nochmal auf einigen Positionen nachgebessert.

„In der Favoritenrolle sehen wir uns auf keinen Fall. Wir haben eine gute Vorbereitung absolviert, aber da reichen ein, zwei Ausfälle und du kannst das Buch zu machen“, mahnt Trainer Michael Göbel zur Vorsicht. Er weiß aber: „Schon letztes Jahr hatten wir keine schlechte Deckung. Das wird dieses Jahr nicht anders sein. Meine Devise ist, über eine saubere Deckung ins Spiel zu kommen. Das wird dieses Jahr auch so sein. Wenn wir Glück haben und verletzungsfrei bleiben, wenn alles zusammenkommt, dann können wir auch um den Titel mitspielen.“