Und dann sind wir ganz verschwunden

Und dann sind wir ganz verschwunden

Haben Sie die Abwärtstreppe gesehen? Auf der Landesseite am Freitag hatte die SZ eine Grafik mit beängstigenden Zahlenwerten: Satte 74 000 Einwohner über einer Million waren es noch anno 1998 im Saarland. 2008 war der Abstand zur magischen Grenze auf 30 300 geschrumpft. Die düstere Prognose: 2013 könnte die Zahl auf sechsstellig absacken, mutmaßen Statistiker

Haben Sie die Abwärtstreppe gesehen? Auf der Landesseite am Freitag hatte die SZ eine Grafik mit beängstigenden Zahlenwerten: Satte 74 000 Einwohner über einer Million waren es noch anno 1998 im Saarland. 2008 war der Abstand zur magischen Grenze auf 30 300 geschrumpft. Die düstere Prognose: 2013 könnte die Zahl auf sechsstellig absacken, mutmaßen Statistiker.Wollen wir tatenlos zusehen? Dürfen wir sehenden Auges in diese Katastrophe taumeln? Bedenke: Wenn der Trend bleibt, sind wir irgendwann ganz verschwunden.Aber dass mir jetzt keiner mit Politik kommt! Die meisten der Verantwortlichen sind viel zu alt, konkret gegen den demografischen Wandel tätig zu werden. Oder ist das Drama vielleicht gar nicht so groß? Verliert der Landkreis Saarlouis seinen Reiz, wenn 190etcetera Leute hier leben statt über 200 000? Wussten nicht von je her die Einwohner des kleinsten Flächenlandes der Republik mit Klasse statt Masse zu überzeugen? Lass uns gelassen bleiben. Denn eines tröstet auf jeden Fall. Und ich meine nicht, dass sich die Parkplatzsituationen verbessern werden: In absoluten Zahlen verschwinden jährlich viel mehr Pfälzer.

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