Stadt Lebach greift der Bahn unter die Arme

Stadt Lebach greift der Bahn unter die Arme

Lebach. Bernhard Leist aus Lebach wundert sich über den Müll, den er von seinem Haus auf den Gleisen am Lebacher Bahnhof sieht. Soweit er informiert sei, müsse alle 14 Tage gereinigt werden. Mittlerweile seien aber schon drei Monate vergangen. "Da ist nichts passiert", wundert er sich, dass immer mehr Müll dazu komme

Lebach. Bernhard Leist aus Lebach wundert sich über den Müll, den er von seinem Haus auf den Gleisen am Lebacher Bahnhof sieht. Soweit er informiert sei, müsse alle 14 Tage gereinigt werden. Mittlerweile seien aber schon drei Monate vergangen. "Da ist nichts passiert", wundert er sich, dass immer mehr Müll dazu komme. "Da tanzen die Mäuse und Ratten schon Walzer", ist er sich sicher.Auf Anfrage, zunächst bei der Stadt Lebach, wer denn überhaupt für die Müllbeseitigung zuständig sei, antwortet Toni Bartz, Pressesprecher der Stadt Lebach: "Der Leserreporter hat recht, zumindest was die Vermüllung angeht: Es stimmt, dass die Reinigung des Gleisbettes zu wünschen übrig lässt. Dafür verantwortlich ist die Deutsche Bahn, die allerdings nach unseren Informationen lediglich drei Mal im Jahr eine Reinigung durchführt. Das reicht natürlich (leider) nicht. Aus diesem Grund hat die Stadt schon vor Jahren nach Möglichkeiten gesucht, diese Reinigung selbst vorzunehmen. "Das ist allerdings nicht so ohne weiteres erlaubt, denn auf die Gleise dürfen unsere Mitarbeiter vom Bauhof nur dann, wenn zwei eigens von der DB dafür geschulte Sicherungsposten die Arbeiten absichern." Hierfür wurde ein Vertrag mit einem Sicherheitsunternehmen abgeschlossen, der zwischenzeitlich allerdings ausgelaufen ist. Die Stadt ist noch in Verhandlungen mit Nachfolgern. "Vorher wurde die Reinigung durch unsere Bauhofmitarbeiter in dreiwöchigem Abstand durchgeführt. Ich betone, dass die Stadt dazu nicht verpflichtet ist."

Dass die Stadt die Beschwerde ernst nimmt, beweist die Antwort von Bartz, dass kurzfristig eine "Zwischenreinigung" vorgenommen werde, die ausnahmsweise ein anderes Sicherheitsunternehmen absichern werde. Voraussichtlich werde sich der Finanz- und Rechtsausschuss in der kommenden Sitzungsperiode, also im April, mit dem Folgevertrag befassen. Was die Ratten und Mäuse betreffe, betont Bartz ausdrücklich, dass das Gleisbett und der Bahnhofsbereich kein Rattenproblem habe. Natürlich treten diese immer wieder mal in Erscheinung, das sei nur natürlich, aber auch dort nicht überproportional.

Letztlich bleibe aus seiner Sicht festzuhalten, "dass es sehr ärgerlich ist, dass die Stadt Lebach viel Geld dafür ausgeben muss, den Dreck und den Müll, der hier teils gedankenlos und teils in voller Absicht auf die Gleise geworfen wird, beseitigen muss. Das alles wäre nicht notwendig, würden sich diese Dreckspatzen umweltgerechter und sozialer verhalten."

Diesen Tipp bekamen wir von Leserreporter Bernhard Leist aus Lebach. Wenn Sie auch Interessantes zu erzählen haben, wenden Sie sich entweder per Sprachnachricht an Tel. (06 81) 5 95 98 00 oder Online-unter www.saarbruecker-zeitung.de/Leserreporter

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