CDU-Fraktion fordert per Antrag ein Bäderkonzept für die Stadt

CDU-Fraktion fordert per Antrag ein Bäderkonzept für die Stadt

Friedrichsthal. Ernsthafte Sorgen macht sich die CDU-Fraktion im Stadtrat um die Bäder der Stadt. Wenn das Frei- und das Hallenbad erhalten bleiben sollen, wofür sich die Partei starkmachen will, muss schnell ein tragfähiges, zukunftsorientiertes Konzept her. Das forderten gestern die beiden stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden, Anja Wagner-Scheid und Daniel Jung, im Gespräch mit der SZ

Friedrichsthal. Ernsthafte Sorgen macht sich die CDU-Fraktion im Stadtrat um die Bäder der Stadt. Wenn das Frei- und das Hallenbad erhalten bleiben sollen, wofür sich die Partei starkmachen will, muss schnell ein tragfähiges, zukunftsorientiertes Konzept her. Das forderten gestern die beiden stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden, Anja Wagner-Scheid und Daniel Jung, im Gespräch mit der SZ.Folglich wolle die Fraktion in der nächsten Stadtratssitzung - laut Sitzungskalender geplant für Mittwoch, 24. April - einen Antrag zur Abstimmung stellen, der die Verwaltung um Bürgermeister Rolf Schultheis (SPD) auffordert, innerhalb von vier bis acht Wochen ein Konzept zur künftigen Struktur der beiden Bäder dem Rat vorzulegen. Das soll nach den Vorstellungen der beiden Stadträte dann in der Sitzung am Mittwoch, 26. Juni, beraten werden.

Wagner-Scheid und Jung halten die Bäder für einen "wesentlichen Teil der Infrastruktur unserer Stadt". Konkret denken die beiden gebürtigen Friedrichsthaler auch an Einsparungen - etwa bei der Energie und eventuell beim Personal. Auf der Habenseite sollen die Gebühren "leicht", so Jung, angehoben werden. Was die Bäder aber dringend bräuchten, sei ein Marketingkonzept, um verstärkt Schwimmer von außerhalb der Stadt anzulocken. Das gelte sowohl für Sulzbacher, die während der Sanierungsarbeiten des Vopeliusbades dieses nicht nutzen könnten, als auch für die Bewohner von Spiesen-Elversberg, das nicht über eigene Bäder verfüge. Auch müsse dringend über eine Ausweitung der Öffnungszeiten (zum Beispiel während der Ferien und am Sonntagnachmittag) nachgedacht werden. Ebenso dürfe ein Zweckverband Bäder in der Region kein Tabu sein. Sulzbach sei Vorreiter, indem ein kostenloser Bus (den die KDI stellt) die Sulzbacher im Sommer zu den Freibädern in Quierschied und Dudweiler fahre.

Die CDU mache sich darüberhinaus insgesamt Sorgen über die Infrastruktur in der Stadt, zum Beispiel um den Erhalt der Edith-Stein-Schule oder die Helenenhalle. "Die Zeit des Aussitzens ist vorbei", meinte Jung gestern. Jetzt müsse die Verwaltung handeln. So solle sie "endlich den Haushaltssanierungsplan und den Haushalt für 2013" mit allen für die Stadträte notwendigen Unterlagen vorlegen. Den haben bisher lediglich die Mitglieder im Finanzausschuss mit Eckdaten erhalten, betonten die beiden Christdemokraten.