Allianz für Nonnweiler scheitert mit ihren Anträgen

Allianz für Nonnweiler scheitert mit ihren Anträgen

Braunshausen. Es bleibt dabei. Die Vorstöße der beiden Kommunalpolitiker, Linke-Vertreter Roland Riemann und FDPler Michael Lukas, die gemeinsam die Fraktion Allianz für Nonnweiler (AfN) bilden, kommen in den Nonnweiler Gemeinderatssitzungen nicht weit

Braunshausen. Es bleibt dabei. Die Vorstöße der beiden Kommunalpolitiker, Linke-Vertreter Roland Riemann und FDPler Michael Lukas, die gemeinsam die Fraktion Allianz für Nonnweiler (AfN) bilden, kommen in den Nonnweiler Gemeinderatssitzungen nicht weit. Den etwa gleichlautenden Antrag, Vereinen die gemeindlichen Sportanlagen zu übertragen, hatte das Duo bereits im vergangenen Jahr einmal gestellt und im Verlauf der Sitzung wieder zurückgezogen (wir berichteten).Um sportlich zu bleiben: In der jüngsten Sitzung schossen sie sich damit ein Eigentor. "Ich würde das für ein Chaos halten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich dann noch Leute finden, die in den Vereinen mitarbeiten", meinte Alfred Schmitt (CDU). Es werde eine ehrenamtliche Leistung in den Vereinen erbracht, um alles hin zu bekommen. Fußballvereine, so Kurt Rech (SPD), seien ein Bestandteil der dörflichen Kultur. "Ich sehe finanziell auch keine Vorteile", sagte Theo Weber, angesichts dem von der AfN angeführten Punkt, damit die Gemeindeausgaben drosseln zu können. Die Fraktionen der SPD, CDU und FWG schmetterten Antrag Nummer eins ab. Dann der zweite Vorstoß der AfN. Diesmal soll mit dem Verkauf des Primstaler Naturfreibads - oder es soll dafür ein Investor gesucht werden - die Gemeindekasse entlastet werden. Die Antragsteller gingen mit 22 Gegenstimmen unter. Schnell vom Tisch war der nächste AfN-Antrag, das alte Kindergartengebäude in Otzenhausen zu erhalten, damit gegebenenfalls für den Notfall dort Krippenplätze entstehen könnten. Der Kindergarten wird derzeit als Ausweichstätte für andere sanierungsbedürftige Kindergärten genutzt. "Bis Mitte 2014 steht der Kindergarten dem Primstaler Kindergarten zur Verfügung", so Bürgermeister Barth. Die AfN erklärte den Antrag für hinfällig. "Liebe SPD, wir wissen, dass dies Euch ein Dorn im Auge ist", gab die AfN bei ihrer nächsten Antragsstellung zu Protokoll, der da lautet: den "sofortigen Verkauf" zu streichen. Gemeint war die Grundschule in Kastel. Mit elf Ja-, vier Nein-Stimmen, bei neun Enthaltungen, wird die Gemeinde nun aktiv werden, um das Gebäude zu verkaufen, aber nicht um jeden Preis. Ein Verkaufsgespräch hat bereits stattgefunden. "Wieso sind wir darüber nicht in Kenntnis gesetzt worden?", kritisierte Riemann. Aufgefordert wurde die Gemeindeverwaltung von der AfN, den schlechten Zustand der Triererstraße in Nonnweiler zu verbessern. Dies ist längst geschehen. Einen letzten Antrag reichte die AfN ein. Sie wollte den Rechnungsprüfungsausschuss tagen lassen, damit eine ständige Überprüfung der Gemeindefinanzen gewährleistet ist. Auch das wurde abgelehnt. Das war für Riemann zu viel: "Ich bin ja dafür, aber dagegen, weil die Anträge von der AfN kommen", sagte er in Richtung SPD-Fraktion.

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