Das THW Theley zeichnete beim Jahresabschluss verdiente Mitglieder aus

Zu guter Letzt : Technische Helfer feiern Jahresabschluss

Der Ortsverband Theley ließ nicht nur das Jahr 2019 Revue passieren, sondern ehrte auch verdiente Mitglieder.

„Ein ereignisreiches Jahr, das wieder einmal zu wenige Monate zum Helfen hatte, geht zu Ende“, sagte Peter Groß, Ortsbeauftragter des Theleyer Ortsverbands des Technischen Hilfswerkes (THW). Traditionell trafen sich die Theleyer Helfer zum feierlichen Jahresabschluss. Neben dem Rückblick auf das gemeinsam Geleistete in 2019 standen auch Ehrungen verdienter Mitglieder im Mittelpunkt.

„Unsere ganze Region wäre um einiges ärmer, wenn es das THW nicht gäbe“, lobte Ortsvorsteher Friedbert Becker das Engagement des Ortsverbandes. Den lobenden Worten schloss sich auch Beckers Stellvertreter Alexander Besch an. Burkhard Wegmann, der frühere THW-Ortsbeauftragte, lobte die großartige Kameradschaft unter den ehrenamtlichen Helfern. Peter Groß betonte in seiner Begrüßung, dass es für ihn eine Ehre sei, den Theleyer Ortsverband anzuführen: „668 TWH-Ortsverbände gibt es in Deutschland, in denen sich mehr als 80 000 Bürger in ihrer Freizeit engagieren, um in Not geratenen Menschen Hilfe zu leisten. Was hier im Ehrenamt geleistet wird, ist phänomenal. Das kann nur mit einem besonderen Helfer- und Führungsteam bewältigt werden.“

Elke Neis, die Öffentlichkeitsbeauftragte des Ortsverbandes, blickte in ihrem Bericht auf die Arbeit der vergangenen Monate zurück und präsentierte Zahlen: „Insgesamt waren in diesem Jahr 94 Helfer im Einsatz. Darunter 62 Aktive, 14 Alt- und Ehrenhelfer sowie 18 Junghelfer unserer sehr starken Jugendgruppe.“ Im nun zurückliegenden Jahr seien insgesamt 18 529 Dienststunden geleistet worden, die sich auf Einsätze, Übungen, Aus- und Fortbildungen sowie die Jugendarbeit verteilten. Im Durchschnitt habe sich jeder Helfer etwa 197 Stunden engagiert.

Landrat Udo Recktenwald (CDU) zeigte sich beeindruckt von den Zahlen. „Das ist unfassbar, was hier geleistet wird. Wenn wir dieses Engagement im Ehrenamt nicht hätten, müsste das im Hauptamt bewältigt werden – und das könnte sich keiner leisten.“ Recktenwald weiter: „Ihr vermittelt den Jugendlichen mit eurer Jugendarbeit Werte wie Verantwortung und Toleranz, aber auch Fertigkeiten, die man im ganzen Leben gebrauchen kann.“ Das THW sei nicht nur ein unverzichtbarer Baustein im Katastrophenschutz. „Sondern es sind gerade Ehrenamtler wie ihr, die den Charakter unserer Dörfer prägen“, lobte der Landrat das Engagement.

Die Frauen und Männer des Theleyer THW-Ortsverbands hatten sich in 2019 nicht nur auf Einsätze im Zivil- und Katastrophenschutz konzentriert, sondern auch auf viele unterstützende Aktionen – unter anderem bei Veranstaltungen in der Gemeinde. Aber auch bei Auslandseinsätzen sind die Theleyer immer wieder zuverlässige Akteure. So sei Markus Fournier im Frühjahr nach Mosambik gereist, um dort bei den Aufräumarbeiten nach dem verheerenden Wirbelsturm zu helfen. Er und Niklas Bard wurden an diesem Abend von THW-Regionalstellenleiterin Brigitte Wagner für ihr zehnjähriges Engagement ausgezeichnet. Auch das zehnjährige Engagement von Benjamin Morbach und Dennis Schmitt wurde in ihrer Abwesenheit gewürdigt. Für seine 50-Jahre währende treue Einsatzbereitschaft zum Wohle der Allgemeinheit wurde Werner Keller mit einer Ehrenurkunde geehrt.

Dass das THW in der Bevölkerung viel Vertrauen genieße, bewiesen Anfragen aus der Bevölkerung. „Eine Frau, die sich in Tholey ein Haus kaufen wollte, rief uns an und fragte nach staatlichen Wohnungsbau-Zuschüssen“, wusste Peter Groß zu berichten. Einen besonderen Dank richtete der Ortsbeauftragte auch an die Rentnertruppe, die das THW-Gelände in Theley mit großer Leidenschaft instand halte, und an den Frauenstammtisch für seine Unterstützung bei vielen Veranstaltungen: „Ihr könnt Euch heute alle mal selbst auf die Schulter klopfen für Euer Engagement.“ Mit einem großen Dankeschön überraschte Celine Fournier im Namen des THW-Nachwuchses die Jugendbetreuer. „Ihr habt es ein weiteres Jahr mit unserer Chaostruppe ausgehalten“, bemerkte sie fröhlich mit einem Augenzwinkern. Zum Helfer des Jahres wurde Luca Wirbel von seinen THW-Mitstreitern gewählt.