Eine ganz bittere Niederlage

Oberthal/Namborn. Aus der Hüfte heraus feuert Hanna Peiffer den Ball in die linke Tor-Ecke. Ein schöner Treffer, doch keiner jubelt mehr, denn auch dieses Tor ändert nichts an der Niederlage. Mit 22:24 unterlag die FSG Oberthal/Hirstein am Samstag in der Liebenburghalle dem TuS Weibern II. Die zehnte Niederlage in ihrer zweiten Saison in der RPS-Oberliga trifft die Handballerinnen schwer

Oberthal/Namborn. Aus der Hüfte heraus feuert Hanna Peiffer den Ball in die linke Tor-Ecke. Ein schöner Treffer, doch keiner jubelt mehr, denn auch dieses Tor ändert nichts an der Niederlage. Mit 22:24 unterlag die FSG Oberthal/Hirstein am Samstag in der Liebenburghalle dem TuS Weibern II. Die zehnte Niederlage in ihrer zweiten Saison in der RPS-Oberliga trifft die Handballerinnen schwer. Jetzt sind sie endgültig am Tabellenende angekommen. Da das bisherige Schlusslicht TV Wörth überraschend mit 31:25 gegen den Tabellendritten HSG Wittlich gewann, hat nun Oberthal die Rote Laterne (vermutlich werden vier Mannschaften absteigen). Noch schlimmer: Außer Weibern II und Wört punkteten mit der SG Alberweiler/Hauenstein und dem HSV Merzig-Hilbringen fast alle Konkurrenten. Die Folge: Oberthals Abstand auf die Nichtabstiegsränge ist kurz vor Saisonhalbzeit auf acht Punkte angewachsen. In zwölf Spielen hat die Mannschaft erst drei Punkte geholt."Ich verstehe es nicht", sagt Hanna Peiffer nach dem Spiel. "Wir haben gekämpft, wir hatten eine gute Chancenauswertung. Wir haben uns nichts vorzuwerfen." Außer dass die FSG am Ende wieder mal mit leeren Händen dastand.

Zu Spielbeginn gingen die Gastgeberinnen zweimal in Führung. Ab der zwölften Minute behielt dann aber Weibern II die Oberhand. Die FSG blieb jedoch dran und erzielte vier Mal den Ausgleich. Zuletzt zehn Minuten vor Schluss. Da stand es 20:20. Doch dann trafen die Gegner vier Mal in Folge. Erst in der 58. Minute konnte Oberthal auf 21:24 verkürzen. "Am Schluss hat uns ein bisschen die Kraft gefehlt", sagt Peiffer. "Weibern II war besonders in Eins-gegen-Eins-Situtionen sehr stark."

Ein weiterer Grund für Oberthals Niederlage waren sicher die drei Handballerinnen aus der ersten Weiberner Mannschaft, die ihre zweite am Samstag unterstützten. Weibern I spielt in der zweiten Bundesliga, war dort aber spielfrei.

Trotz der Niederlage zeigt sich Svenja Rausch-Dupont, Rückraumspielerin bei der FSG, zufrieden mit der Leistung des Teams: "In der nächsten Partie müssen wir daran anknüpfen." Im Training werde im Moment besonders viel Wert auf die Motivation der Mannschaft gelegt. "Wenn man am Abgrund steht, berührt das natürlich jeden im Team", erklärt Rausch-Dupont. Deshalb versuchen die Spielerinnen, sich gegenseitig aufzubauen. "Wir müssen positiver denken. Bis jetzt ist es uns noch nicht gelungen, den Schalter umzulegen", meint die Handballerin. Deshalb werde im Training diskutiert, was die Mannschaft besser machen könne, aber auch was die Ziele und persönlichen Stärken jedes Einzelnen seien. "Es ist frustrierend, immer wieder für ein gutes Spiel gelobt zu werden, aber nie den Durchbruch zu schaffen", beklagt Rausch-Dupont. Vergangene Saison reichten der FSG 14 Punkte für den Klassenverbleib. Diese Saison müssten es mindestens 18 sein, schätzt Co-Trainer Dominik Rudolphy. Das würde bedeuten, sein Team müsste mindestens acht Partien gewinnen. Es werde schwierig, aber es sei machbar, meint Rudolphy: "Wir sind bisher nie völlig deklassiert worden. Viele Partien gingen sehr knapp aus."

Vielleicht gelingt der Durchbruch ja am nächsten Samstag (16 Uhr in Alsweiler) gegen den Tabellennachbarn TV Wörth. Es ist quasi zum Hinrunden-Schluss bereits die letzte Chance für die FSG.

Die Tore für Oberthal: Silja Collet 2 , Nina Kannengießer 6, Julia Hoffmann 1, Lilli Weidel 7, Hanna Peiffer 1, Anna Scherer 1, Svenja Rausch-Dupont 4.

"Bis jetzt ist es uns noch nicht gelungen, den Schalter umzulegen."

Svenja Rausch-Dupont, Rückraumspielerin

der FSG Oberthal