"Ein Sieg wäre lebenswichtig"

Oberthal/Namborn. Die FSG Oberthal/Hirstein hat Kampfgeist bewiesen in ihrer zweiten Saison in der RPS-Oberliga. Gegen Tabellenführer SG Mainz-Bretzenheim verlor die FSG nur knapp mit 21:23. Gegen den Tabellenzweiten DJK Marpingen hielt die Mannschaft eine Halbzeit lang mit, unterlag dann aber klar mit 16:25

Oberthal/Namborn. Die FSG Oberthal/Hirstein hat Kampfgeist bewiesen in ihrer zweiten Saison in der RPS-Oberliga. Gegen Tabellenführer SG Mainz-Bretzenheim verlor die FSG nur knapp mit 21:23. Gegen den Tabellenzweiten DJK Marpingen hielt die Mannschaft eine Halbzeit lang mit, unterlag dann aber klar mit 16:25. Zuletzt bescheinigte der Trainer des SV 64 Zweibrücken, Axel Koch, den Oberthalerinnen: "Sie spielen schönen Handball." Und doch fällt die Ausbeute der FSG ernüchternd aus: nur ein Sieg in elf Spielen."Ein Sieg gegen den TuS Weibern II wäre daher lebenswichtig", sagt Dominik Rudolphy, der Co-Trainer der FSG. An diesem Samstag um 19 Uhr empfängt Oberthal den TuS in der Namborner Liebenburghalle.

"Wenn wir jetzt nicht gewinnen, wird's schwierig", weiß Rudolphy. Denn momentan steht Oberthal auf dem zweitletzten Platz. Der kommende Gegner rangiert zwar direkt über Oberthal auf dem zwölften Platz, hat aber bereits drei Siege vorzuweisen. "Weibern II ist aber prinzipiell zu schlagen", meint Rudolphy. "Wir wissen allerdings nicht, wer aus dem Profi-Kader die zweite Mannschaft unterstützen wird." Die erste Mannschaft der TuS Weibern spielt in der zweiten Bundesliga. Dass diese am Samstag Pause hat, könnte sich für Oberthal negativ auswirken. "Alle Spielerinnen der ersten Mannschaft, die unter 23 sind, könnten theoretisch auflaufen", erklärt der Trainer. Die unbekannte Aufstellung der Gegner sei ein Grund mehr, weswegen sich die FSG in ihrer Vorbereitung auf sich selbst konzentriere. "Wir werden keine Videoanalyse der Gegner machen, sondern versuchen unser Spiel zu optimieren", beschreibt Rudolphy die Taktik der FSG. "Wir müssen bei uns ansetzen, nicht bei den Gegnern", findet auch Torfrau Gulia Wilhelmi, besonders die unnötigen Pass- und Fangfehler müsse ihr Team abstellen. "Die Mannschaft hat das Potenzial", ist die Torfrau überzeugt, nur in den Spielen lasse sich das Können bisher nicht umsetzen. "Wir müssen konzentrierter ins Spiel gehen und jede einzelne muss sich mehr zutrauen."

Auch für Wilhelmi ist klar, dass es Zeit wird, Punkte zu holen. Einen Endspiel-Charakter hat die Partie gegen Weibern II für sie aber nicht. "Wir lassen uns nicht unter Druck setzen. Wir arbeiten von Spiel zu Spiel weiter", meint die 18-Jährige. Auch wenn aus dem zweiten Sieg nichts werden sollte, werde ihr Team nicht den Kopf in den Sand stecken, erklärt Wilhelmi, "Wir haben keine blanke Abstiegsangst."