1. Saarland
  2. St. Wendel
  3. Freisen

Bürgermeistertreffen bei der US-Army in Baumholder

Bürgermeistertreffen in Baumholder : Corona und Millionen im Blick

Bei der US-Army in Baumholder ging das Bürgermeister-Treffen über die Bühne.

„Ich habe im vergangenen Jahr versprochen, künftig einmal im Jahr zu einer Informationsveranstaltung einzuladen, um unsere lokalen Führungskräfte und somit die Gemeinden darüber zu informieren, was wir hier in der US-Militärgemeinde Baumholder tun und planen. Heute löse ich mein Versprechen ein“, sagte Jim Bradford, stellvertretender Garnisonsmanager der US-Militärgemeinde Baumholder zur Begrüßung in der Truppenküche. 15 Bürgermeister und Beigeordnete aus den Verbandsgemeinden Baumholder, Kusel und Birkenfeld, aus Idar-Oberstein, dem Kreis Birkenfeld und aus der Gemeinde Freisen sowie Führungskräfte der Bundeswehr waren gekommen, um auf den neusten Stand gebracht zu werden, teilt ein Sprecher der US-Armee mit.

In der Truppenküche hatten die Soldaten ein spezielles Buffet für die deutschen Gäste aufgebaut. Hummer, Shrimps und Hähnchen, danach noch Nachtisch mit Kaffee. „Besser kann eine Informationsveranstaltung nicht beginnen“, lobte denn auch Bernd Alsfasser, der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Baumholder, beim Gang zum Buffet, „das sieht hervorragend aus“.

Wegen der Hygienevorschriften in der Truppenküche, saßen sich zwei Gäste gegenüber an einem Tisch. Gut gestärkt, rückte man dann aber nach dem Essen, der schlechten Akustik geschuldet, aber immer noch mit Distanz, etwas näher zusammen. Bradford erklärte zunächst, wie die US-Gemeinde auf die Corona-Pandemie reagiert hat. „Maßgebend für unser Handeln waren und sind die Hygieneverordnungen des Landes Rheinland-Pfalz sowie des Kreises und der Verbandsgemeinde“, so Bradford. Man habe jeden Tag dazugelernt und versucht, alles über soziale Medien zu kommunizieren. „Auf dem Standort gab es keine Infektionen, allerdings schon mal Verstöße gegen die Quarantäneauflagen“, so Bradford weiter.

Ein weiteres Thema behandelte die geplanten Investitionen in die Wohnbereiche und die Schulen. Für die nächsten zehn Jahre sind Projekte mit einem Gesamtvolumen von 489 Millionen US-Dollar geplant (wir berichteten). Alte Wohnblocks sollen renoviert und dem neusten Standard angepasst werden, weitere Townhouses (Reihenhäuser) sollen gebaut werden, und auch zwei neue Schulen sind geplant. „Baumholder bleibt von den Abzugsplänen der US-Administration verschont“, bestätigte Bradford die Meldungen in der Presse, „darum geht es mit unseren Planungen weiter voran“.

Am Buffet mussten die Gäste ihren Mundschutz tragen. Karl-Josef Scheer, Bürgermeister der Gemeinde Freisen, und Klaus Feis, Beigeordneter der Verbandsgemeinde Birkenfeld, wählen gerade zwischen Hummer und Hähnchen. Foto: Bernd Mai/US-Army

Ebenfalls anwesend bei der Veranstaltung war Jason Tudor. Den stellte Bradford jetzt allen vor. „Jason Tudor wird die Position des stellvertretenden Garnisonsmanagers übernehmen. Ich muss mich heute von Ihnen verabschieden.“ Und es klang etwas Wehmut in der Stimme. Alsfasser ergriff das Wort: „Ich bedanke mich für die stets vertrauensvolle Zusammenarbeit. Sie waren mir ein verlässlicher Partner.“ Ebenfalls Worte des Dankes richteten Oberst Dietmar Felber, Leiter Ausbildungsbereich STF/IndirF und General der Artillerie, sowie der Walhausener Oberstleutnant Jan Schmidt, Kommandant des Truppenübungsplatzes Baumholder, an den scheidenden Garnisonsmanager, der seine nächste Position in Fort Knox antreten wird. Jason Tudor war das Abschlusswort vorbehalten: „Ich bin für diese Position nur als Interims-Kandidat vorgesehen. Aber auch bei mir ist die Tür für Sie immer offen, und auch ich stehe zu meinen Versprechen.“