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Drittligist SSC Freisen startet mit einem 3:1 gegen Ulm in die Saison

Volleyball : SSC Freisen startet stark in die neue Saison

Die Drittliga-Volleyballerinnen des SSC Freisen sind erfolgreich in die neue Spielzeit gestartet. Vor 120 Zuschauern setzte sich der SSC in der heimischen Bruchwaldhalle gegen Ulm mit 3:1 durch. Nun warten schwere Aufgaben auf den SSC.

Der Beginn war etwas nervös: Im ersten Pflichtspiel nach der langen Corona-Pause dauerte es bei den Volleyballerinnen des SSC Freisen ein wenig, bis die Rädchen ineinander griffen. Im Auftaktspiel der 3. Liga Süd am Samstag zu Hause gegen den VfB Ulm lag das Team von Trainerin Brigitte Schumacher im ersten Satz schnell mit 0:4 hinten. Einige Ballwechsel später stand es 16:20 aus Sicht der Gastgeberinnen.

Schumacher versuchte motivierend einzugreifen. „Wir haben in dieser Phase zu viele Eigenfehler gemacht. Ich habe immer wieder versucht, meine Spielerinnen daran zu erinnern, dass sie wesentlich besser spielen können“, berichtete die Übungsleiterin.

Die aufmunternden Worte zeigten Wirkung – wenn es auch zunächst noch einen weiteren Rückschlag gab: Freisen holte den Vier-Punkte-Rückstand im ersten Satz auf und hatte beim Stand von 24:23 sogar einen Satzball. Doch am Ende setzte sich Ulm doch mit 26:24 durch.

Danach wurden die Gastgeberinnen aber immer stärker. „Wir haben uns im Aufschlag, in der Annahme und im Zuspiel gesteigert“, freute sich Schumacher. Der zweite Satz ging klar an die Gastgeberinnen (25:20), ebenso wie der dritte (25:21).

Etwas enger wurde es dann noch einmal in Satz vier, doch da zeigte Freisen gleich zwei Mal kämpferische Qualitäten: Zunächst gelang dem SSC nach einem 4:9-Rückstand der 13:13-Ausgleich. Dann wandelte das Schumacher-Team ein 16:20 in ein 24:23 um. Zwei Matchbälle konnte Ulm in der Folge noch abwehren – doch der dritte saß: Freisen gewann den Satz mit 27:25 und jubelte über einen psychologisch wichtigen Sieg im ersten Spiel.

„Dieser Auftritt macht Mut für die kommenden Spiele. Ich bin sehr zufrieden“, freute sich Schumacher. Aus ihrer Mannschaft wurde Doreen Werth zur besten Spielerin des Spiels gekürt. Stark präsentierte sich auch Kim Schwan, der auf der Diagonalposition vor allem im ersten Satz viele Punktgewinne gelangen. Laura Bur, die nach längerer Pause als Mittelblockerin eingesetzt wurde, zeigte ebenso eine gute Vorstellung wie Tine Kolb, die in der Sommerpause zur Libera umgeschult wurde.

Zum Einsatz kamen mit Alica Zimmer, Tatjana Palamarenko und Sara Biegel auch drei der vier Neuzugänge des SSC. „Bei Alica hat man am Anfang gemerkt, dass sie ein wenig nervös war, das konnte sie aber später ablegen“, analysierte Schumacher. „Tatjana hat einige gute Blockpunkte gemacht – und was Sara auf der Libero-Position gezeigt hat, war auch in Ordnung“, so die Trainerin weiter.

Das Freisener Auftaktspiel war übrigens nicht ganz ausverkauft. Nach dem genehmigten Hygiene-Konzept des Vereins hätten 130 Besucher kommen dürfen, 120 waren es. „Einige ältere Anhänger wollen wohl noch nicht kommen, andere haben vielleicht gedacht, dass sie keine Tickets mehr bekommen würden“, mutmaßte Schumacher. Bei ihr überwog aber die Freude, dass das erste Heimspiel vor Publikum ausgetragen werden durfte. „Das war ganz wichtig. In einigen engen Phasen haben die Zuschauer die Mädels hervorragend unterstützt.“

Auf Freisen warten nun in den kommenden Wochen gleich mehrere knackige Aufgaben. Zunächst stehen zwei Auswärtsspiele bei Spitzen-Clubs an, danach zwei Derbys: Am Samstag spielt das Schumacher-Team um 19.30 Uhr beim SV Karlsruhe-Beiertheim. Eine Woche später reisen die Nordsaarländerinnen zum VfR Umkirch. Anschließend gastiert Aufsteiger VSG Saarlouis beim SSC, ehe Freisen zum nächsten Lokalduell beim TV Lebach antritt.